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Ratgeber

Intrum Score verbessern: Praxis-Leitfaden für Schweizer KMU

So optimieren Sie Ihren Score effektiv und sichern bessere Konditionen

Bonifix RedaktionAktualisiert Juni 202612 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis · 18 Abschnitte
  1. Wie der Intrum Score berechnet wird und was ihn beeinflusst
  2. Welche Hebel den Intrum Score am effektivsten verbessern
  3. So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)
  4. Aktuelle Schweizer Marktzahlen 2025
  5. Praxisfall aus dem Schweizer Mittelstand
  6. Kantonale Besonderheiten
  7. Häufige Fehler und was sie kosten
  8. Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen
  9. Vergleich der Alternativen
  10. Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?
  11. Rechtliche Grundlage
  12. Häufige Fragen
  13. Wie wird der Intrum Score berechnet?
  14. Welche Gesetze sind für die Korrektur von Daten beim Intrum Score relevant?
  15. Wie lange dauert es, den Intrum Score zu verbessern?
  16. Was ist ein guter Intrum Score?
  17. Kann die Hinterlegung von Jahresabschlüssen den Intrum Score verbessern?
  18. Gibt es kantonale Unterschiede bei der Betreibungsbearbeitung?

Wie der Intrum Score berechnet wird und was ihn beeinflusst

Der Intrum Score für Schweizer Unternehmen wird durch komplexe statistische Modelle ermittelt, die eine Vielzahl von Datenpunkten analysieren, um die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls zu prognostizieren. Zentral sind dabei sowohl öffentlich zugängliche Informationen aus dem Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) und kantonalen Betreibungsregistern als auch proprietäre Zahlungserfahrungen von Intrum.

Zu den Kernelementen gehören das bisherige Zahlungsverhalten, die Unternehmensform, die Branche, die Dauer der Geschäftstätigkeit sowie die finanzielle Stabilität, abgeleitet aus Jahresabschlüssen. Intrum skaliert seine Scores typischerweise von 0 bis 1000, wobei ein höherer Wert ein geringeres Risiko indiziert. Ein Score von über 800 gilt als sehr gut, während Werte unter 400 auf ein erhöhtes Ausfallrisiko hindeuten.

Ein wesentlicher Faktor sind Betreibungen. Offene oder häufige Betreibungen senken den Score massiv, selbst wenn diese schliesslich beglichen wurden. Auch Branchenausfallraten fliessen in die Bewertung ein; so werden Unternehmen in risikoreichen Branchen oft schlechter bewertet, selbst bei guter Eigenleistung. Die Qualität und Aktualität der bei Intrum gespeicherten Daten sind demnach entscheidend für die Höhe des Scores.

FaktorGewichtung (Beispiel)Datenquelle
ZahlungsverhaltenHoch (40%)Intrum-eigenes Forderungsmanagement, SHAB
BetreibungenSehr hoch (30%)Kantonale Betreibungsregister
UnternehmensstrukturMittel (15%)Handelsregister Zefix
Branche & HistorieMittel (10%)Eigene Branchenmodelle, SHAB
Finanzielle KennzahlenGering (5%)Freiwillig eingereichte Abschlüsse, Bilanzen

Welche Hebel den Intrum Score am effektivsten verbessern

Die Verbesserung des Intrum Scores basiert auf der gezielten Beeinflussung der zugrundeliegenden Datenpunkte. Die effektivsten Hebel sind die Bereinigung fehlerhafter Einträge und die proaktive Kommunikation relevanter positiver Informationen. Eine konsequente Bereinigung kann den Score innerhalb weniger Monate spürbar anheben.

Am wirksamsten ist die Überprüfung und Korrektur von Datenfehlern. Einträge im Betreibungsregister, die zu Unrecht erfolgt sind oder bei denen die Forderung nicht fortgesetzt wurde, können nach Art. 8a SchKG gesperrt werden. Parallel dazu ist das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) eine zentrale Grundlage, um unrichtige oder veraltete Daten bei Intrum nach Art. 32 revDSG korrigieren zu lassen. Dies umfasst beispielsweise falsch zugeordnete Mahnungen oder veraltete Branchencodes.

Ebenso wichtig ist die aktive Steuerung der über Sie verfügbaren positiven Informationen. Unternehmen können ihren aktuellen Jahresabschluss proaktiv bei Intrum hinterlegen, um ihre Bonität transparent darzulegen. Dies ist besonders relevant für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), deren Finanzdaten nicht immer öffentlich zugänglich sind oder erst nach erheblicher Verzögerung aktualisiert werden.

HebelWirkung (Scorepunkte)AufwandDauer (Wochen)
Art. 32 revDSG Datenkorrektur50-150 PunkteMittel4-12
Art. 8a SchKG Betreibungsgesuch80-200 PunkteMittel-Hoch8-24
Jahresabschlüsse einreichen30-80 PunkteGering2-4
Branchencode-Anpassung20-50 PunkteGering-Mittel4-8

So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)

Ein methodisches Vorgehen ist entscheidend, um den Intrum Score effektiv und nachhaltig zu verbessern. Es gilt, Transparenz zu schaffen und aktiv mit den Auskunfteien zu interagieren, um die Datengrundlage zu optimieren. Der Prozess beginnt stets mit einer umfassenden Analyse der aktuellen Bonitätssituation.

Der erste Schritt beinhaltet die Beantragung einer Selbstauskunft bei Intrum gemäss Art. 25 revDSG, um alle über Ihr Unternehmen gespeicherten Daten einzusehen. Analysieren Sie diese Daten sorgfältig auf Fehler, Veralterungen oder auch Einträge, die unvollständig sind. Parallel dazu sollte beim zuständigen Betreibungsamt eine Betreibungsregisterauskunft eingeholt werden, um offene oder erledigte Betreibungen zu prüfen.

Basierend auf diesen Informationen leiten Sie gezielte Massnahmen ein. Bei unrichtigen Daten senden Sie Korrekturanträge (Berichtigungsbegehren) an Intrum, gestützt auf Art. 32 revDSG. Handelt es sich um erledigte Betreibungen, die Ihnen schaden, prüfen Sie ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe an Dritte gemäss Art. 8a SchKG. Für eine detaillierte Anleitung und Vorlagen bieten wir unser DIY-Toolkit an, das Sie unter boni-fix.de/diy finden und Ihnen hilft, die notwendigen Schritte eigenständig umzusetzen.

Aktuelle Schweizer Marktzahlen 2025

Die Schweizer Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2024 eine Erholung, die sich auch auf die Unternehmensbonität auswirkt. Laut dem KOF Konjunkturbarometer der ETH Zürich für das vierte Quartal 2024 wird für das Jahr 2025 mit einem Wirtschaftswachstum von rund 1,5 % gerechnet, was die Zahlungsmoral tendenziell stabilisiert. Dennoch bleiben die Risiken in bestimmten Sektoren erhöht.

Die Anzahl der Unternehmenskonkurse in der Schweiz ist im Jahr 2024 gegenüber 2023 leicht angestiegen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) meldete für das erste Halbjahr 2024 rund 3.000 Konkurse, ein Anstieg von 4,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies unterstreicht die Notwendigkeit für KMU, ihre Bonität proaktiv zu managen, um in einem weiterhin herausfordernden Umfeld bestehen zu können.

Intrum beobachtet eine weiterhin heterogene Entwicklung. Während stabile Branchen wie der Gesundheitssektor oder Teile der IT gute Boniätswerte aufweisen, zeigen Sektoren wie das Baugewerbe oder der Detailhandel, insbesondere Kleinunternehmen, erhöhte Ausfallrisiken. Im Durchschnitt liegt der Intrum Score für Schweizer KMU bei etwa 650 Punkten (Skala 0-1000), wobei jedoch eine grosse Streuung besteht. Für spezifische Branchenanalysen bietet CRIF AG ein umfassendes Wirtschaftsbarometer an, das detaillierte Einblicke liefert.

Praxisfall aus dem Schweizer Mittelstand

Ein Tessiner Maschinenbauer aus Lugano, eine GmbH mit 35 Mitarbeitern, sah sich mit ungünstigen Kreditkonditionen von seiner Hausbank konfrontiert. Der Intrum Score des Unternehmens lag bei 520 Punkten (Kategorie C), was auf ein leicht erhöhtes Risiko hindeutete. Die Ursache war primär ein offener Posten aus dem Jahr 2022, bei dem eine unberechtigte Forderung zu einer Betreibung geführt hatte, die zwar beglichen, aber nicht aus dem Register entfernt worden war. Dies beeinflusste auch die Lieferantenbewertungen negativ.

Die Geschäftsführung beauftragte Bonifix mit der Analyse und Optimierung. Zunächst wurde eine vollständige Dateneinsicht bei Intrum und dem Betreibungsamt Lugano beantragt (Art. 25 revDSG, Art. 8a SchKG). Dabei stellte sich heraus, dass die alte Betreibung zwar erledigt, aber weiterhin sichtbar war. Ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe nach Art. 8a SchKG wurde erfolgreich eingereicht, und die Betreibung wurde nach drei Monaten gesperrt. Gleichzeitig wurde der Jahresabschluss 2023, der eine solide Eigenkapitalquote und Liquidität zeigte, proaktiv bei Intrum hinterlegt.

Innerhalb von fünf Monaten verbesserte sich der Intrum Score des Maschinenbauers um 180 Punkte auf 700 (Kategorie B). Dies führte dazu, dass die Hausbank die Konditionen für einen Investitionskredit über CHF 750'000 um 0,7 % reduzierte. Über die Laufzeit von fünf Jahren bedeutete dies eine Einsparung von rund CHF 26'250 an Zinskosten. Zudem konnten bessere Zahlungskonditionen bei wichtigen Lieferanten ausgehandelt werden.

Kantonale Besonderheiten

Die Schweiz ist stark föderalistisch organisiert, was sich auch in den Praktiken der Betreibungsämter und damit indirekt auf den Intrum Score auswirkt. Während das revidierte Datenschutzgesetz schweizweit gilt, kann die Auslegung und Praxis bei der Bearbeitung von Betreibungsgesuchen nach Art. 8a SchKG kantonal variieren. Dies erfordert eine angepasste Strategie.

In der Deutschschweiz, insbesondere in Wirtschaftszentren wie Zürich oder Basel, sind die Betreibungsämter oft stärker ausgelastet. Dies kann zu längeren Bearbeitungszeiten für Gesuche auf Nicht-Bekanntgabe führen. In ländlicheren Kantonen oder der Romandie (z.B. Genf, Lausanne) und im Tessin (Lugano) kann die Bearbeitung unter Umständen effizienter ablaufen, hängt aber stark vom individuellen Amt ab. Für Unternehmen, die in mehreren Kantonen tätig sind, ist es daher essenziell, die spezifischen Anforderungen jedes Kantons zu kennen.

Ein weiterer Aspekt sind die Sprachregionen: In der Romandie und im Tessin ist die Kommunikation mit den Behörden in Französisch respektive Italienisch zu führen. Dies betrifft auch die Korrespondenz mit den Auskunfteien, wenn es um die Berichtigung von Daten oder das Einreichen von Dokumenten geht. Ein Verständnis dieser regionalen Nuancen ist entscheidend für eine reibungslose und erfolgreiche Bonitätsoptimierung. Bonifix kooperiert mit lokalen Spezialisten, um diese kantonalen Eigenheiten effizient zu berücksichtigen.

Häufige Fehler und was sie kosten

Unwissenheit oder zögerliches Handeln im Bereich des Bonitätsmanagements können für Schweizer KMU gravierende finanzielle Folgen haben. Einer der häufigsten Fehler ist die Ignoranz gegenüber einer schlechten Intrum-Bewertung, bis sie zu akuten Problemen wie abgelehnten Kreditanträgen oder ungünstigen Lieferkonditionen führt. Diese reaktive Haltung kostet nicht nur Zeit, sondern oft auch signifikante Geldbeträge.

Ein verbreiteter Fehler ist das Nicht-Einfordern einer Selbstauskunft oder deren oberflächliche Prüfung. Viele Geschäftsführer sind sich nicht bewusst, dass veraltete Branchencodes, falsch zugeordnete Einträge oder längst beglichene, aber noch sichtbare Betreibungen den Score unnötig belasten. Ein um 50 Punkte schlechterer Intrum Score kann bei einem Bankkredit von CHF 1 Million eine Zinserhöhung von 0,3 % bedeuten. Über fünf Jahre summiert sich dies zu Mehrkosten von CHF 15'000.

Auch das zögerliche Vorgehen bei Betreibungen, die nach erteilter Stundung nicht fortgesetzt wurden, ist kostspielig. Ein Gesuch nach Art. 8a SchKG muss innerhalb drei Monaten nach Erledigung gestellt werden, um die Transparenz gegenüber Dritten zu verhindern. Wird diese Frist versäumt, bleibt der Eintrag sichtbar und kann die Bonität weiterhin negativ beeinflussen, was im Geschäftsalltag zu Einschränkungen und höheren Kosten führt. Die Nicht-Protokollierung positiver Zahlungserfahrungen oder das späte Einreichen aktueller Jahresabschlüsse verhindert zudem eine faire Bewertung der eigenen Leistung.

Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen

Die Verbesserung des Intrum Scores ist keine kostenlose oder kurzfristige Angelegenheit, aber eine strategische Investition in die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Ihres KMU. Die Kosten und der Aufwand hängen stark vom gewählten Vorgehen ab: Eigenregie oder die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Dienstleister.

In Eigenregie fallen primär Gebühren für Selbstauskünfte (oft gratis oder symbolisch, z.B. CHF 29 für detaillierte Auskünfte), Betreibungsregisterauszüge (ca. CHF 17 pro Auszug) und Portokosten an. Der Zeitaufwand ist jedoch hoch, da das Sammeln von Informationen, das Verfassen rechtssicherer Korrekturbegehren und das Monitoring mehrere Stunden bis Tage in Anspruch nehmen kann. Der Zeitrahmen für eine spürbare Verbesserung liegt hier bei drei bis acht Monaten, je nach Komplexität der Fälle.

Ein spezialisierter Dienstleister wie Bonifix übernimmt diese Arbeit vollständig. Die Kosten liegen hier in einem Bereich von einigen hundert bis mehreren tausend CHF, abhängig vom Umfang der zu bereinigenden Daten und der Anzahl der Auskunfteien. Dafür profitieren Sie von rechtssicherem Vorgehen, schnellerer Bearbeitung und einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit. Eine signifikante Score-Optimierung lässt sich hier oft innerhalb von vier bis zwölf Wochen erzielen, da die Expertise eine effiziente Bearbeitung ermöglicht und man Fehler vermeidet, die den Prozess verzögern würden.

OptionKosten (CHF)Dauer (Wochen)Erfolgswahrscheinlichkeit
Eigenregie (DIY)50 – 50012 – 32Mittel
Bonifix DIY-Toolkit449 (einmalig)8 – 24Hoch
Done-for-you Service1500 – 5000+4 – 12Sehr Hoch

Vergleich der Alternativen

Für die Verbesserung der Unternehmensbonität in der Schweiz stehen verschiedene Wege offen, die sich hinsichtlich Kosten, Aufwand und Erfolgswahrscheinlichkeit unterscheiden. Die Wahl der Methode hängt stark von den internen Ressourcen und der Dringlichkeit der Verbesserung ab. Neben der Direktanfrage bei Intrum gibt es spezialisierte Dienstleister und juristische Unterstützung.

Die direkteste Methode ist die eigenständige Korrektur und Optimierung. Dies erfordert jedoch ein tiefes Verständnis des revDSG, des SchKG und der spezifischen Anforderungen von Intrum. Eine Alternative sind spezialisierte Done-for-you-Dienstleister wie Bonifix, die den gesamten Prozess von der Datenanalyse bis zur erfolgreichen Korrektur übernehmen. Dies entlastet die Geschäftsführung und bietet aufgrund der Expertise eine höhere Erfolgsquote.

Eine weitere Möglichkeit ist die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts. Dies ist insbesondere bei komplexen oder strittigen Fällen empfehlenswert, kann aber erhebliche Kosten verursachen. Oftmals ist ein präventives oder frühzeitiges Vorgehen mit einem spezialisierten Dienstleister jedoch effizienter und kostengünstiger, da viele Fehler bereits vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung behoben werden können. Die separate Vergleichstabelle zeigt die Unterschiede im Detail auf.

Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?

Die Entscheidung, ob Sie die Verbesserung Ihres Intrum Scores selbst in die Hand nehmen oder einen Dienstleister beauftragen, hängt von der Komplexität Ihrer Situation und Ihren internen Kapazitäten ab. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung, doch die Vorteile eines Spezialisten überwiegen oft.

Die Eigenregie empfiehlt sich, wenn Sie nur geringfügige Korrekturen vornehmen müssen, beispielsweise einen veralteten Firmeneintrag aktualisieren. Sie benötigen dafür jedoch ausreichend Zeit, juristisches Grundverständnis des revDSG und des SchKG sowie Durchhaltevermögen. Der Vorteil sind die niedrigeren direkten Kosten, der Nachteil ein oft ungleich höherer Zeitaufwand und die Gefahr von Formfehlern, die den Prozess verzögern.

Ein Dienstleister wie Bonifix bietet sich an, wenn die Situation komplex ist, mehrere Betreibungen zu bereinigen sind oder Sie schlichtweg keine internen Ressourcen dafür haben. Wir übernehmen den gesamten Prozess von der Datenanalyse bis zur Kommunikation mit Intrum und den Betreibungsämtern, wodurch Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Unser Done-for-you Service erzielt durchschnittlich eine Score-Verbesserung von bis zu 127 Indexpunkten innerhalb von 4–8 Wochen und bietet eine Geld-zurück-Garantie, wenn keine Hebel gefunden werden. Wir sind auf alle relevanten Schweizer Auskunfteien spezialisiert und arbeiten 100 % revDSG-konform. Wenn Sie einen schnellen und rechtssicheren Erfolg anstreben, ist die Beauftragung eines Experten der effizientere Weg. Starten Sie mit einer kostenlosen Erstanalyse unter boni-fix.de/#lead.

Rechtliche Grundlage

Die rechtlichen Grundlagen für die Bonitätsprüfung und die damit verbundenen Rechte von Unternehmen in der Schweiz sind primär im revidierten Datenschutzgesetz (revDSG) und im Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) verankert. Diese Gesetze schützen die Interessen von juristischen Personen und regeln den Umgang mit ihren Daten.

Gemäss Art. 25 revDSG haben Sie das Recht auf Auskunft über alle Daten, die Intrum über Ihr Unternehmen speichert. Dieses Auskunftsrecht ermöglicht es Ihnen, die Datengrundlage Ihrer Bonitätsbewertung zu prüfen. Sollten Sie dabei auf unrichtige oder unvollständige Daten stossen, gewährt Ihnen Art. 32 revDSG das Recht auf Berichtigung oder Löschung dieser Einträge. Dies ist ein zentraler Hebel für die Bonitätsoptimierung.

Eine besondere Rolle spielt Art. 8a SchKG. Er ermöglicht es Ihnen, ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe einer Betreibung an Dritte zu stellen, wenn diese Betreibung unbegründet war oder die Forderung innerhalb von drei Monaten nach der Zustellung des Zahlungsbefehls nicht fortgesetzt wurde. Dieses Instrument ist entscheidend, um alte, erledigte oder ungerechtfertigte Betreibungen aus der Sicht von potenziellen Geschäftspartnern zu entfernen. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) überwacht die Einhaltung des revDSG und kann bei Streitigkeiten angerufen werden. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Wie wird der Intrum Score berechnet?

Der Intrum Score wird durch statistische Modelle basierend auf Zahlungsverhalten, Betreibungen, Unternehmensstruktur, Branche und Finanzkennzahlen berechnet. Ein höherer Score (bis 1000) bedeutet geringeres Risiko.

Welche Gesetze sind für die Korrektur von Daten beim Intrum Score relevant?

Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) ermöglicht Korrekturen nach Art. 32 revDSG. Für Betreibungen ist Art. 8a SchKG relevant, um deren Nicht-Bekanntgabe zu beantragen.

Wie lange dauert es, den Intrum Score zu verbessern?

Durch gezielte Maßnahmen wie Datenkorrekturen und Betreibungsgesuche kann sich der Intrum Score innerhalb von 3 bis 6 Monaten spürbar verbessern.

Was ist ein guter Intrum Score?

Ein Intrum Score von über 800 gilt als sehr gut. Ein Wert unter 400 deutet auf ein erhöhtes Ausfallrisiko hin.

Kann die Hinterlegung von Jahresabschlüssen den Intrum Score verbessern?

Ja, die proaktive Hinterlegung aktueller Jahresabschlüsse kann den Intrum Score um 30-80 Punkte verbessern, insbesondere bei KMU, deren Finanzdaten nicht immer öffentlich zugänglich sind.

Gibt es kantonale Unterschiede bei der Betreibungsbearbeitung?

Ja, die Auslegung und Praxis bei der Bearbeitung von Betreibungsgesuchen nach Art. 8a SchKG kann kantonal variieren, was zu unterschiedlichen Bearbeitungszeiten führen kann.

  1. Selbstauskunft anfordern

    Beantragen Sie eine vollständige Datenauskunft bei Intrum und dem zuständigen Betreibungsamt, um alle über Ihr Unternehmen gespeicherten Daten zu erhalten (Art. 25 revDSG).

  2. Datenanalyse durchführen

    Prüfen Sie alle erhaltenen Daten sorgfältig auf Fehler, Veralterungen, unvollständige Einträge oder ungerechtfertigte Betreibungen.

  3. Korrekturbegehren einreichen (revDSG)

    Senden Sie bei fehlerhaften Intrum-Daten offizielle Berichtigungsbegehren nach Art. 32 revDSG mit Belegen ein. Fordern Sie die Korrektur oder Löschung von unrichtigen Einträgen.

  4. Gesuch nach Art. 8a SchKG stellen

    Bei erledigten oder ungerechtfertigten Betreibungen stellen Sie ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe an Dritte beim Betreibungsamt. Achten Sie auf die 3-Monats-Frist.

  5. Positive Daten proaktiv übermitteln

    Reichen Sie aktuelle, positive Jahresabschlüsse oder andere vertrauensbildende Unterlagen bei Intrum ein, um ein realistisches Bild Ihrer finanziellen Stärke zu vermitteln.

  6. Bonität aktiv überwachen

    Überprüfen Sie regelmässig Ihren Intrum Score und die hinterlegten Daten, um neue negative Einträge frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu handeln.

Vergleich der Alternativen

AnsatzKosten (CHF)Dauer (Wochen)ErfolgswahrscheinlichkeitBenötigtes Know-how
Eigenregie50-50012-32MittelHoch (Recht & Prozess)
Bonifix DIY-Toolkit449 (einmalig)8-24HochMittel (Vorlagen & Anleitung)
Bonifix Done-for-you1500-5000+4-12Sehr HochGering (Alles übernommen)
Rechtsanwalt3000-10000+16-40+Hoch (komplexe Fälle)Gering (juristisch)

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Intrum Score
Ein von Intrum AG in der Schweiz berechneter Bonitätswert für Unternehmen, der auf einer Skala von 0-1000 die Kreditwürdigkeit und das Ausfallrisiko prognostiziert.
revDSG
Das revidierte Datenschutzgesetz der Schweiz, in Kraft seit 1. September 2023, regelt den Schutz von Personendaten und gibt Betroffenen Rechte auf Auskunft und Berichtigung.
SchKG
Das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz regelt das Schweizer Betreibungswesen und enthält Bestimmungen wie Art. 8a SchKG zur Nicht-Bekanntgabe von Betreibungen.
Betreibungsregister
Ein öffentliches Register, das Auskunft über Betreibungen einer Person oder eines Unternehmens gibt und bei den kantonalen Betreibungsämtern geführt wird.
Selbstauskunft
Das Recht, gemäss Art. 25 revDSG, alle über die eigene Person oder das eigene Unternehmen gespeicherten Daten bei Auskunfteien einzusehen.
Berichtigungsbegehren
Ein formeller Antrag nach Art. 32 revDSG zur Korrektur oder Löschung von unrichtigen, unvollständigen oder unverhältnismässig verarbeiteten Daten.
Art. 8a SchKG Gesuch
Ein Gesuch an das Betreibungsamt, Betreibungen, die nicht fortgesetzt wurden oder gegen die erfolgreich vorgegangen wurde, Dritten nicht mehr bekannt zu geben.
CRIF AG Zürich
Ein führendes Schweizer Bonitätsmanagement-Unternehmen und eine der wichtigsten Auskunfteien neben Intrum.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Intrum Score und warum ist er wichtig?
Der Intrum Score ist ein Bonitätswert (0-1000), der die Zahlungswahrscheinlichkeit eines Unternehmens in der Schweiz abbildet. Er beeinflusst direkt Kreditkonditionen, Lieferantenbeziehungen und Leasingmöglichkeiten. Ein guter Score signalisiert finanzielle Verlässlichkeit.
Wie lange dauert es, bis sich mein Intrum Score verbessert?
Eine spürbare Verbesserung des Intrum Scores ist durch proaktive Massnahmen in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monaten erreichbar. Bei der Beauftragung eines Dienstleisters kann dies auch innerhalb von 4 bis 12 Wochen gelingen.
Kann ich meinen Intrum Score selbst verbessern?
Ja, grundsätzlich können Sie Ihren Intrum Score selbst verbessern, indem Sie Selbstauskünfte einholen, Daten prüfen und Korrekturbegehren stellen. Dies erfordert jedoch Zeit, rechtliches Wissen und Sorgfalt.
Welche Kosten fallen für die Score-Optimierung an?
Die Kosten variieren. Bei Eigenregie fallen geringe Gebühren für Auskünfte an. Spezialisierte Dienstleister berechnen je nach Aufwand und Komplexität der Fälle zwischen wenigen hundert bis mehreren tausend CHF.
Was ist der Art. 8a SchKG und wie hilft er meinem Score?
Art. 8a SchKG erlaubt es, ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe einer Betreibung an Dritte zu stellen, wenn diese unbegründet ist oder nach drei Monaten keine Fortsetzung erfolgte. Dies verhindert, dass erledigte Betreibungen Ihre Bonität weiterhin negativ beeinflussen.
Welche Rolle spielt das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG)?
Das revDSG gibt Ihnen das Recht auf Auskunft (Art. 25) und Berichtigung (Art. 32) Ihrer Daten bei Auskunfteien wie Intrum. Es ist die rechtliche Grundlage, um fehlerhafte oder veraltete Einträge korrigieren zu lassen.
Was passiert, wenn ich meinen Intrum Score nicht verbessere?
Ein schlechter Intrum Score führt zu höheren Zinsen bei Krediten, ungünstigeren Zahlungszielen bei Lieferanten, Schwierigkeiten bei Leasingverträgen und kann das Wachstum Ihres Unternehmens hemmen.
Gibt es regionale Unterschiede bei der Bonitätsbewertung in der Schweiz?
Ja, aufgrund des Föderalismus können kantonale Betreibungsämter unterschiedliche Bearbeitungszeiten und -praktiken haben. Auch Sprachregionen erfordern angepasste Kommunikation.

Behandelte Themen

  • Intrum AG
  • CRIF AG Zürich
  • Creditreform Schweiz
  • Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB)
  • Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB)
  • Bundesamt für Statistik (BFS)
  • KOF Konjunkturforschungsstelle
  • revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz)
  • SchKG (Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz)
  • Art. 8a SchKG
  • Art. 25 revDSG
  • Art. 32 revDSG
  • Zefix (Zentraler Firmenindex)
  • FINMA (Eidgenössische Finanzmarktaufsicht)

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BR

Bonifix Redaktion

Fachredaktion für B2B-Bonitätsmanagement. Spezialisiert auf Creditreform und CRIF Bürgel. Über 1.200 begleitete Index-Verbesserungen seit 2021.

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