Bonifix Glossar
Bonitätsindex
Score-Kennzahl von Creditreform auf einer Skala von 100 (sehr gut) bis 600 (Insolvenz).
Der Bonitätsindex ist die zentrale Score-Kennzahl der Creditreform und reicht von 100 bis 600. Werte unter 200 gelten als gut, ab 300 wird die Bonität geschäftskritisch. Berechnet aus 15 Faktoren in 6 Kategorien: Krediturteil, Zahlungsweise, Auftragslage, Umsatz, Unternehmensentwicklung und Branchenrisiko.
Die Skala ist bewusst invers: je niedriger der Wert, desto besser die Bonität. Die klassischen Schwellen sind 200 (Warenkreditversicherer setzen Volllimits), 250 (Standardlimit), 300 (Limits werden gekürzt), 350 (Vorkasse) und ≥ 500 (harte Negativmerkmale, faktisch kein B2B-Kredit).
Berechnet wird der Index aus rund 15 Einzelmerkmalen in sechs Blöcken. Am stärksten wirken das Krediturteil (qualitative Bewertung durch den Außendienst), die Zahlungsweise (empirische Zahlungserfahrungen), veröffentlichte Jahresabschlüsse und harte Negativmerkmale wie Mahnbescheide oder Inkasso.
Verbesserung ist kein Zufall: Wer regelmäßig Bilanzen im Bundesanzeiger einreicht, den WZ-2008-Code sauber pflegt, Zahlungserfahrungen aktiv einspielt und Negativeinträge nach DSGVO Art. 16/17 korrigieren lässt, verschiebt den Index nachweislich um 30 – 120 Punkte nach unten.
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