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Ratgeber

Creditreform Crefonummer: Bedeutung, Auskunft, Löschung für Ihre Firmenbonität

Die Crefonummer ist der zentrale Unternehmensschlüssel bei Creditreform. Erfahren Sie, wie sie funktioniert, welche Daten hinterlegt sind und wie Sie unrichtige Einträge nach DSGVO korrigieren.

Mike SorceMike SorceGründer & Head of Credit Risk, BonifixAktualisiert Oktober 202610 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis · 20 Abschnitte
  1. Welche Faktoren beeinflussen die Creditreform Crefonummer und ihren Wert?
  2. Welche Hebel verbessern die mit der Crefonummer verknüpfte Bonität am effektivsten?
  3. So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)
  4. Aktuelle Marktzahlen 2025: Wirtschaftsdaten und Bonitätstrends
  5. Praxisfall aus dem deutschen Mittelstand
  6. Regionale Unterschiede in Deutschland
  7. Häufige Fehler und was sie kosten
  8. Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen
  9. Vergleich der Alternativen
  10. Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?
  11. Rechtliche Grundlage
  12. Häufige Fragen
  13. Was ist die Creditreform Crefonummer?
  14. Wie kann ich meine Bonität bei Creditreform verbessern?
  15. Welche Faktoren beeinflussen den Bonitätsindex zur Crefonummer?
  16. Wie lange bleiben Negativmerkmale bei Creditreform gespeichert?
  17. Wie erhalte ich Auskunft über meine bei Creditreform gespeicherten Daten?
  18. Können unvollständige Daten meinen Bonitätsindex verschlechtern?
  19. Was kostet es, meine Bonität bei Creditreform zu optimieren?
  20. Gibt es regionale Unterschiede bei der Bonitätsbewertung durch Creditreform?

Welche Faktoren beeinflussen die Creditreform Crefonummer und ihren Wert?

Die Crefonummer selbst ist ein reiner Identifikator und hat keinen "Wert" im Sinne einer Bonitätsbewertung; sie ist vielmehr der Ankerpunkt, an dem alle relevanten Unternehmensdaten bei Creditreform gesammelt werden. Der damit verknüpfte Bonitätsindex, der von 100 (beste Bonität) bis 600 (höchstes Ausfallrisiko) reicht, wird jedoch maßgeblich durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Dazu gehören öffentliche Registerdaten wie Handelsregistereinträge, Veröffentlichungen im Bundesanzeiger sowie Bilanzkennzahlen, sofern diese hinterlegt sind.

Ebenso relevant sind Zahlungserfahrungen aus dem Forderungsmanagement von Vertragspartnern, die Creditreform gemeldet werden. Diese beinhalten Informationen über Zahlungsverhalten, Mahnverfahren oder auch erledigte Negativmerkmale. Nicht zu unterschätzen ist die Qualität und Vollständigkeit der über ein Unternehmen vorliegenden Daten: Fehlende oder veraltete Informationen können ebenso negativ wirken wie tatsächlich negative Ereignisse. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren variiert je nach Unternehmensgröße, Branche und der jeweiligen Datenlage.

FaktorGewichtung (Beispiel)Datenquelle
Bilanzkennzahlen30-40 %Hinterlegte Jahresabschlüsse, Steuerberater
Zahlungserfahrungen25-35 %Meldungen von Creditreform-Kunden
Branchen-/Konjunkturrisiko10-15 %Creditreform-Analysen, Statistisches Bundesamt
Rechtsform/Kapitalausstattung5-10 %Handelsregister, Gesellschaftsvertrag
Negativmerkmale (erledigt)5-10 %Öffentliche Register, Gerichte, Gläubiger

Welche Hebel verbessern die mit der Crefonummer verknüpfte Bonität am effektivsten?

Die Verbesserung der Bonität, die über die Crefonummer abgebildet wird, erfordert ein strategisches Vorgehen, das an mehreren Stellen ansetzt. Einer der stärksten Hebel ist die transparente Datenpflege und die Nutzung des Auskunftsrechts nach Art. 15 DSGVO, um mögliche Fehler oder unvollständige Einträge zu identifizieren. Viele Unternehmen sind sich nicht bewusst, welche veralteten oder unzutreffenden Informationen bei Auskunfteien gespeichert sind. Eine aktive Prüfung und die konsequente Berichtigung nach Art. 16 DSGVO können schnell zu einer besseren Bewertung führen.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die zeitnahe Einreichung aktueller Jahresabschlüsse und Bilanzen. Transparente und positive wirtschaftliche Kennzahlen, die über die offiziellen Meldewege bereitgestellt werden, wirken sich direkt auf den Bonitätsindex aus. Ebenso entscheidend ist die aktive Bereinigung von Zahlungserfahrungen: Erledigte Negativmerkmale, die nicht mehr relevant sind oder deren Speicherfrist abgelaufen ist, sollten zur Löschung beantragt werden. Dies kann den Score oft innerhalb weniger Wochen signifikant beeinflussen.

HebelWirkungAufwandDauer (Ø)
Datenkorrektur (Art. 16 DSGVO)Indexverbesserung um 20-50 PunkteMittel4-8 Wochen
Aktuelle JahresabschlüssePositive Beeinflussung durch TransparenzGering-Mittel2-4 Wochen
Löschung erledigter NegativmerkmaleIndexverbesserung um 30-70 PunkteMittel-Hoch6-12 Wochen
Hinterlegung positives ZahlungsverhaltenLangfristige Stärkung der BonitätGering6-12 Monate

So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)

Um die mit Ihrer Crefonummer verbundenen Daten und letztlich Ihre Bonität positiv zu beeinflussen, ist ein systematisches Vorgehen entscheidend. Beginnen Sie mit der Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und arbeiten Sie sich dann durch die verschiedenen Optimierungsmöglichkeiten. Das erfordert Sorgfalt und Kenntnis der relevanten Rechtsgrundlagen.

Aktuelle Marktzahlen 2025: Wirtschaftsdaten und Bonitätstrends

Die deutsche Wirtschaft zeigt im Frühjahr 2025 eine verhaltene Erholung, die sich auch in den Bonitätslandschaften widerspiegelt. Laut dem Creditreform Wirtschaftsindikator Q1/2025 lag der durchschnittliche Bonitätsindex für deutsche Unternehmen bei 278, eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (285). Dennoch bleibt die Ausfallwahrscheinlichkeit in einigen Branchen, insbesondere im Bau- und Einzelhandel, erhöht. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,3 % gestiegen (Statistisches Bundesamt, März 2025), was die Notwendigkeit einer soliden Bonität unterstreicht.

Die Kreditvergabebedingungen der Banken haben sich laut Bundesbank-Umfrage zur Kreditvergabe im Euroraum (Q1/2025) leicht entspannt, doch die Bonität bleibt der primäre Faktor für die Konditionierung von Unternehmenskrediten. KMU mit einem Bonitätsindex von über 300 zahlen im Schnitt 0,7 %-Punkte höhere Zinsen auf Betriebsmittelkredite als Unternehmen mit einem Index unter 250. Dies verdeutlicht den direkten finanziellen Einfluss einer guten Creditreform-Bewertung auf die Kosten der Unternehmensfinanzierung.

Praxisfall aus dem deutschen Mittelstand

Eine mittelständische Maschinenbau-GmbH aus Baden-Württemberg, angesiedelt in Stuttgart, stand bei Creditreform mit einem Bonitätsindex von 315. Dies führte zu erschwerten Kreditkonditionen für eine geplante Werkserweiterung. Nach einer detaillierten Analyse stellte Bonifix fest, dass ein erledigter negativer Zahlungseintrag über 8.000 € von vor vier Jahren noch immer als offener Posten geführt wurde und der aktuelle Jahresabschluss aus dem Bundesanzeiger nicht vollständig bei Creditreform verarbeitet war. Nach Einreichung des fehlenden Abschlusses und erfolgreicher Löschung des veralteten Eintrags durch Bonifix sank der Bonitätsindex innerhalb von sechs Wochen auf 245. Die GmbH konnte daraufhin den Erweiterungskredit zu deutlich besseren Konditionen abschließen, was einer Einsparung von rund 25.000 € über die Kreditlaufzeit entsprach.

Regionale Unterschiede in Deutschland

Obwohl die Creditreform bundesweit nach einheitlichen Kriterien arbeitet, können regionale Gegebenheiten den Bonitätsindex indirekt beeinflussen. In wirtschaftsstarken Regionen wie Bayern oder Baden-Württemberg sind Unternehmen tendenziell robuster aufgestellt, während strukturschwächere Gebiete wie Teile von Mecklenburg-Vorpommern oder das Saarland höhere Ausfallrisiken aufweisen können, was sich auf die Branchenfaktoren auswirkt. Die IHKs spielen regional eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Informationen, auch wenn sie selbst keine Bonitätsauskünfte erstellen. Beispielsweise können Initiativen der IHK Köln zur Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen das lokale Geschäftsumfeld positiv prägen.

Auch spezifische Gesetzeslagen auf Landesebene, etwa bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, können indirekt Relevanz besitzen, da sie die Geschäftschancen und damit die finanzielle Stabilität regional ansässiger Unternehmen beeinflussen. Für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen oder Berlin ist es zudem wichtig, die spezifischen Meldepflichten bei den jeweiligen Handelsregistern genau zu beachten, da fehlerhafte oder verspätete Einträge sich negativ auf die Datenbasis bei Creditreform auswirken können. Eine frühzeitige Abstimmung mit lokalen Behörden oder Kammern kann hier präventiv wirken.

Häufige Fehler und was sie kosten

Viele Unternehmen begehen Fehler im Umgang mit ihrer Crefonummer und den dahinterliegenden Bonitätsdaten, die sich finanziell empfindlich auswirken können. Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass das Einreichen des Jahresabschlusses beim Bundesanzeiger automatisch eine vollständige Aktualisierung bei Creditreform gewährleistet. Verzögerungen oder fehlende Zuordnungen können dazu führen, dass Auskunfteien auf ältere, weniger vorteilhafte Daten zurückgreifen. Dies kann bei einem Darlehen von 1 Million Euro bereits einen halben Prozentpunkt höhere Zinsen bedeuten, was über fünf Jahre hinweg 25.000 € Mehrkosten verursacht.

Ein weiterer teurer Fehler ist das Ignorieren von erledigten Negativmerkmalen, wie zum Beispiel vollständig bezahlte Mahnbescheide oder geringfügige Inkasso-Fälle. Obwohl diese "erledigt" sind, bleiben sie oft noch bis zu drei Jahre gespeichert und wirken sich negativ auf den Bonitätsindex aus. Eine fehlende oder verspätete Berichtigung solcher Einträge kann zu einem schlechteren Rating führen, das nicht nur Kredite verteuert, sondern auch Leasingkonditionen oder Lieferantenkredite um bis zu 1,5 % verschlechtert – bei einem jährlichen Einkaufsvolumen von 200.000 € sind das 3.000 € zusätzliche Kosten pro Jahr.

Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen

Die Kosten und der Aufwand zur Verbesserung der Bonität über die Crefonummer hängen stark vom gewählten Vorgehen ab. Die Eigenregie, also das selbstständige Anfragen von Auskünften und das Formulieren von Berichtigungsanträgen, ist die kostengünstigste Variante, erfordert aber einen erheblichen Zeitaufwand und detailliertes Fachwissen zu DSGVO und BDSG. Ein DIY-Toolkit bietet hier eine effiziente Unterstützung durch vorgefertigte Vorlagen.

Professionelle Dienstleister wie Bonifix übernehmen den gesamten Prozess und bieten eine erhebliche Entlastung, allerdings zu entsprechenden Kosten. Die Erfolgschancen sind bei einer professionellen Bearbeitung in der Regel höher, da spezialisiertes Know-how und eingespielte Prozesse zum Einsatz kommen. Der Zeitrahmen für eine spürbare Verbesserung liegt meist zwischen 4 und 12 Wochen, je nach Komplexität der Fälle und der Reaktionszeit der Auskunfteien.

OptionKosten (Ø)Dauer (Ø)Erfolgswahrscheinlichkeit
EigenregieGering (interne Kosten)8-16 WochenMittel
DIY-Toolkit449 € (einmalig)6-12 WochenMittel-Hoch
Done-for-you Service2.500-8.000 €4-8 WochenHoch

Vergleich der Alternativen

Unternehmen, die ihre Bonität über die Crefonummer verbessern möchten, stehen vor der Wahl zwischen unterschiedlichen Ansätzen. Die Eigeninitiative, unterstützt durch fundiertes Wissen, stellt eine Option dar. Daneben gibt es spezialisierte Lösungen, die den Prozess vereinfachen oder vollständig übernehmen.

Jede dieser Alternativen hat spezifische Vor- und Nachteile, die je nach Unternehmensgröße, interner Ressourcenverfügbarkeit und der Dringlichkeit der Bonitätsverbesserung abgewogen werden sollten. Der entscheidende Faktor ist stets, wie effektiv und rechtssicher fehlerhafte oder veraltete Daten bei Creditreform identifiziert und korrigiert werden können.

Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?

Die Entscheidung, ob Sie die Optimierung Ihrer Bonität in Eigenregie durchführen oder einen Dienstleister beauftragen, hängt von mehreren Faktoren ab: Zeit, Expertise und Komplexität der Fälle. Für kleinere Unternehmen mit überschaubaren Problemen und ausreichend interner Kapazität kann die Eigenregie eine praktikable Lösung sein, insbesondere wenn die Fälle rechtlich eindeutig sind und es hauptsächlich um das Einreichen korrekter Daten geht. Hier können Ressourcen wie das DIY-Toolkit eine wertvolle Unterstützung bieten, um den Prozess strukturiert anzugehen und rechtssichere Anträge zu formulieren.

Ein externer Dienstleister wie Bonifix empfiehlt sich hingegen für Unternehmen, bei denen die Bonitätsverbesserung eine hohe Priorität hat, die intern nicht über das nötige juristische Know-how verfügen oder deren Fälle komplexere Sachverhalte umfassen, beispielsweise bei strittigen Einträgen oder umfangreichen Datenkorrekturen. Ein spezialisierter Anbieter bringt nicht nur die Erfahrung und die rechtliche Expertise mit, sondern kann auch den gesamten Prozess effizient und ohne zusätzliche Belastung für Ihr Tagesgeschäft abwickeln. Dies führt oft zu schnelleren und nachhaltigeren Ergebnissen, wodurch Unternehmen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, während die Bonität optimiert wird.

Rechtliche Grundlage

Die Verarbeitung und Korrektur von Daten im Kontext der Creditreform Crefonummer unterliegt primär den Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Artikel 15 DSGVO sichert Unternehmen das Recht auf Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten zu. Dies schließt Informationen über die Datenquelle, die Empfänger und die Speicherdauer mit ein. Eine erste Auskunft ist in der Regel kostenfrei zu erteilen.

Erweisen sich gespeicherte Daten als unrichtig oder unvollständig, greift Artikel 16 DSGVO, der einen Anspruch auf unverzügliche Berichtigung gewährt. Für die Löschung von Daten ist Artikel 17 DSGVO relevant, der unter anderem greift, wenn Daten unrechtmäßig verarbeitet werden, für den ursprünglichen Zweck nicht mehr erforderlich sind oder die Rechtsgrundlage entfällt. Während der Prüfung eines bestrittenen Datensatzes kann zudem eine Einschränkung der Verarbeitung nach Artikel 18 DSGVO verlangt werden.

Für die Übermittlung und Nutzung personenbezogener Daten zur Entscheidung über ein Verbraucherdarlehen enthält § 31 BDSG spezielle Anforderungen an die Bewertung der Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Dies ist zwar primär auf Verbraucher ausgerichtet, zeigt aber die generelle Sensibilität des Gesetzgebers für Bonitätsdaten. Gerichtsentscheidungen, wie die des Bundesgerichtshofs (z.B. VI ZR 156/13), unterstreichen zudem die Notwendigkeit einer einzelfallbezogenen Interessenabwägung bei der Speicherung erledigter Negativmerkmale, was eine pauschale dreijährige Speicherfrist in Frage stellen kann.

Häufige Fragen

Was ist die Creditreform Crefonummer?

Die Crefonummer ist ein interner Identifikator von Creditreform, der Unternehmen eindeutig zugeordnet wird, um Bonitätsdaten, Zahlungserfahrungen und Auskünfte zu bündeln. Sie dient als Ankerpunkt für die Bonitätsbewertung und ist keine gesetzliche Unternehmensnummer.

Wie kann ich meine Bonität bei Creditreform verbessern?

Die Bonität kann durch transparente Datenpflege, Nutzung des Auskunftsrechts (Art. 15 DSGVO), Berichtigung unrichtiger Daten (Art. 16 DSGVO), zeitnahe Einreichung aktueller Jahresabschlüsse und Löschung erledigter Negativmerkmale verbessert werden.

Welche Faktoren beeinflussen den Bonitätsindex zur Crefonummer?

Der Bonitätsindex wird durch Faktoren wie Bilanzkennzahlen (30-40%), Zahlungserfahrungen (25-35%), Branchen-/Konjunkturrisiko (10-15%), Rechtsform/Kapitalausstattung (5-10%) und erledigte Negativmerkmale (5-10%) beeinflusst. Auch die Vollständigkeit der Daten spielt eine Rolle.

Wie lange bleiben Negativmerkmale bei Creditreform gespeichert?

Erledigte Negativmerkmale, wie bezahlte Mahnbescheide oder geringfügige Inkasso-Fälle, können oft noch bis zu drei Jahre gespeichert bleiben und den Bonitätsindex negativ beeinflussen, auch wenn sie bereits beglichen wurden.

Wie erhalte ich Auskunft über meine bei Creditreform gespeicherten Daten?

Unternehmen haben gemäß Art. 15 DSGVO das Recht, Auskunft über die zu ihrer Crefonummer gespeicherten Daten zu erhalten. Dies ermöglicht die Überprüfung auf Fehler oder unvollständige Einträge und ist ein wichtiger Schritt zur Bonitätsoptimierung.

Können unvollständige Daten meinen Bonitätsindex verschlechtern?

Ja, fehlende oder veraltete Informationen, wie nicht zeitnah eingereichte Jahresabschlüsse, können dazu führen, dass Creditreform auf ältere, weniger vorteilhafte Daten zurückgreift und somit den Bonitätsindex negativ beeinflusst.

Was kostet es, meine Bonität bei Creditreform zu optimieren?

Die Kosten für Bonitätsoptimierung hängen vom Aufwand ab. Fehlerhafte oder unvollständige Daten können durch höhere Zinsen für Kredite (z.B. 25.000 € Mehrkosten bei 1 Mio. € über 5 Jahre) oder schlechtere Konditionen bei Leasing/Lieferantenkrediten (z.B. 3.000 € pro Jahr bei 200.000 € Einkaufsvolumen) indirekt hohe Folgekosten verursachen.

Gibt es regionale Unterschiede bei der Bonitätsbewertung durch Creditreform?

Obwohl Creditreform bundesweit nach einheitlichen Kriterien arbeitet, können regionale Gegebenheiten wie wirtschaftliche Stärke oder spezifische Landesgesetze indirekt den Branchenfaktor und damit die Bonität beeinflussen, z.B. durch unterschiedliche Geschäftschancen oder Meldepflichten.

  1. Datenauskunft nach Art. 15 DSGVO anfordern

    Verlangen Sie von Creditreform eine vollständige Kopie aller zu Ihrer Crefonummer gespeicherten Daten. Bestehen Sie dabei auf Angaben zu Datenquellen, Empfängern und Speicherdauern.

  2. Gespeicherte Daten prüfen und Fehler identifizieren

    Analysieren Sie die erhaltene Auskunft sorgfältig auf unrichtige, veraltete oder unvollständige Einträge. Achten Sie auf erledigte Negativmerkmale, die noch gelistet sind.

  3. Belege und Nachweise sammeln

    Sammeln Sie alle Dokumente, die Ihre Forderung nach Berichtigung oder Löschung untermauern – z.B. Zahlungsnachweise, gerichtliche Beschlüsse oder aktuelle Jahresabschlüsse.

  4. Antrag auf Berichtigung oder Löschung stellen

    Formulieren Sie einen präzisen Antrag nach Art. 16 (Berichtigung) oder Art. 17 (Löschung) DSGVO und fügen Sie alle relevanten Nachweise bei. Setzen Sie eine angemessene Frist zur Bearbeitung.

  5. Ggf. Einschränkung der Verarbeitung beantragen

    Sollte Creditreform die Berichtigung oder Löschung nicht unverzüglich vornehmen, beantragen Sie eine Einschränkung der Verarbeitung nach Art. 18 DSGVO für die strittigen Daten.

  6. Fristen überwachen und bei Bedarf nachhaken

    Überwachen Sie die von Creditreform gesetzte Frist zur Beantwortung (standardmäßig ein Monat). Sollte keine fristgerechte Reaktion erfolgen, haken Sie schriftlich nach und erwägen Sie weitere Schritte.

  7. Erfolgreiche Änderungen auf Bonitätsindex prüfen

    Nach erfolgreicher Datenkorrektur oder Löschung fordern Sie eine aktualisierte Auskunft an, um die positive Auswirkung auf Ihren Bonitätsindex zu überprüfen und zu nutzen.

Vergleich der Alternativen

AspektEigenregieDIY-ToolkitDone-for-you Service
KostenGering (interne Arbeitszeit)449 € (einmalig)2.500-8.000 €
Erforderliche ExpertiseHoch (DSGVO, BDSG)Mittel (Vorlagen)Gering (externer Experte)
ZeitaufwandHochMittelGering
ErfolgsquoteMittelMittel-HochHoch
Bearbeitungsdauer (Ø)8-16 Wochen6-12 Wochen4-8 Wochen

Regionale Hinweise Deutschland

  • In Nordrhein-Westfalen (z.B. IHK Köln/Düsseldorf) gibt es viele KMU; hier ist die Datenqualität bei Auskunfteien oft dichter, was Transparenz fördert, aber auch Fehlereinträge wahrscheinlicher macht.
  • In Bayern, insbesondere in Wachstumsregionen wie München, können sich positive Wirtschaftsindikatoren und gute Branchen-Scores schneller auf die individuelle Bonität auswirken.
  • Die Handelsregister in den neuen Bundesländern haben historisch bedingt unterschiedliche Digitalisierungsgrade, was die Aktualität von Datenübernahmen bei Auskunfteien beeinflussen kann.
  • Für Berliner Start-ups ist die schnelle und korrekte Hinterlegung von Finanzdaten entscheidend, da Investoren und Banken hier besonders schnell auf Bonitätsbewertungen zugreifen.
  • In Hamburg ist die Verflechtung von Seehandel und Logistikunternehmen hoch; hier können auch internationale Zahlungserfahrungen den Bonitätsindex indirekt beeinflussen.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Crefonummer
Die interne Identifikationsnummer der Creditreform, die einem Unternehmen zur eindeutigen Zuordnung von Bonitätsdaten zugewiesen wird. Sie ist nicht staatlich.
Bonitätsindex
Ein von Creditreform berechneter Wert zwischen 100 (beste Bonität) und 600 (höchstes Ausfallrisiko), der die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens darstellt.
Art. 15 DSGVO
Der Artikel der Datenschutz-Grundverordnung, der das Recht auf Auskunft über die zu einer Person gespeicherten personenbezogenen Daten regelt.
Art. 16 DSGVO
Der Artikel der DSGVO, der das Recht auf Berichtigung unrichtiger oder unvollständiger personenbezogener Daten festlegt.
Art. 17 DSGVO
Der Artikel der DSGVO, der das Recht auf Löschung ('Recht auf Vergessenwerden') von personenbezogenen Daten unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht.
Zahlungserfahrungen
Informationen über das Zahlungsverhalten eines Unternehmens, die von Gläubigern an Auskunfteien gemeldet werden und die Bonität beeinflussen können.
Negativmerkmal
Ein Eintrag in der Bonitätsauskunft, der auf ein negatives Ereignis hindeutet, z.B. Mahnverfahren, Insolvenzen oder nicht bediente Forderungen.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Crefonummer und Bonitätsindex?
Die Crefonummer ist eine interne Identifikationsnummer von Creditreform, die ein Unternehmen eindeutig zuordnet. Der Bonitätsindex hingegen ist ein Wert zwischen 100 und 600, der die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens bewertet. Die Crefonummer ist quasi der Schlüssel, hinter dem die Daten für den Bonitätsindex liegen.
Ist die Crefonummer eine Pflicht für Unternehmen?
Nein, die Crefonummer ist keine gesetzlich vorgeschriebene Unternehmensnummer. Sie wird von Creditreform vergeben, sobald ein Unternehmen in deren Datenbank erfasst wird, dient aber ausschließlich internen Zwecken der Auskunftei und ihren Kunden.
Wie erhalte ich Auskunft über meine Crefonummer-Daten?
Sie können nach Artikel 15 DSGVO eine kostenlose Datenauskunft bei Creditreform anfordern. Darin müssen alle zu Ihrer Crefonummer gespeicherten Informationen, deren Quellen und Empfänger aufgeführt sein.
Wie kann ich unrichtige Crefonummer-Daten korrigieren lassen?
Stellen Sie einen schriftlichen Antrag auf Berichtigung nach Artikel 16 DSGVO an Creditreform. Fügen Sie alle Nachweise bei, die die Korrektheit Ihrer Angaben belegen, und setzen Sie eine Frist für die Bearbeitung.
Können alte, erledigte Einträge zur Crefonummer gelöscht werden?
Ja, unter bestimmten Umständen können erledigte Negativmerkmale gelöscht werden, insbesondere wenn die Speicherfrist von typischerweise drei Jahren abgelaufen ist oder die weitere Speicherung unverhältnismäßig ist (Art. 17 DSGVO). Eine Einzelfallprüfung ist hier entscheidend.
Wie schnell kann sich der Bonitätsindex bei Creditreform verbessern?
Eine spürbare Verbesserung des Bonitätsindex kann je nach Umfang und Komplexität der Korrekturen zwischen 4 und 12 Wochen dauern. Die schnellsten Erfolge werden oft durch die Berichtigung fehlerhafter oder veralteter Daten erzielt.
Was kostet die Prüfung und Optimierung meiner Crefonummer-Daten?
Die Kosten variieren. Eine Eigenprüfung ist bis auf Ihren Arbeitsaufwand kostenfrei. Ein DIY-Toolkit kostet einmalig 449 €. Professionelle Unterstützung durch Dienstleister kann zwischen 2.500 € und 8.000 € liegen, bietet dafür aber umfassende Entlastung und Expertise.

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