Für deutsche B2B-Bonität sind zwei Auskunfteien dominant: Creditreform (Bonitätsindex 100–600) und CRIF Bürgel. Beide werden parallel von Banken, Leasinggebern und Lieferanten abgefragt — und beide lassen sich nach DSGVO bereinigen und verbessern.
In Deutschland gibt es ein knappes Dutzend Wirtschaftsauskunfteien — aber im B2B-Geschäft dominieren zwei: Creditreform und CRIF Bürgel. Hier erfährst du, wer welche Daten sammelt, welche Score-Systeme genutzt werden und wo es sich lohnt, aktiv zu werden.
Banken, Leasinggeber und Lieferanten nutzen meist 2 Auskunfteien parallel — wer nur eine bereinigt, lässt Geld liegen.
Bonitätsindex (Creditreform) und CRIF-Score funktionieren unterschiedlich. Wer beide kennt, kann beide verbessern.
Egal welche Auskunftei: Du hast nach Art. 15–17 DSGVO immer Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht.
| Auskunftei | Relevanz für B2B | Wichtigster Hebel |
|---|---|---|
| Creditreform | Marktführer B2B Deutschland — von Banken, Lieferanten, Versicherern Standard-Abfrage | Bonitätsindex 100–600, Bilanz-Update, Branchencode, Pflichteinträge |
| CRIF Bürgel | Zweite Säule — besonders relevant bei Leasing, Versicherungen, Mobilfunk-B2B | Daten-Abgleich mit Creditreform, Geschäftsführer-Historie |
Wir holen parallel die Selbstauskunft bei Creditreform und CRIF Bürgel.
Wir vergleichen, wo Daten abweichen — und welcher Datensatz korrekt ist.
DSGVO-Anträge werden bei beiden Auskunfteien parallel gestellt.
Beide Scores werden 4–8 Wochen lang beobachtet, bis die Verbesserung greift.
Faustregel: Im B2B-Geschäft ist Creditreform die Pflichtnummer eins. CRIF Bürgel wird parallel von vielen Leasing-Anbietern, Telekommunikations-Anbietern und Versicherern abgefragt — und ist deshalb für jedes Unternehmen mit Leasing- oder Versicherungs-Bedarf ebenfalls Pflicht.
Die anderen Auskunfteien (SCHUFA Business, Boniversum, Creditsafe, Dun & Bradstreet) sind in spezifischen Branchen oder bei internationalen Geschäften relevant, aber nicht Standard.
Creditreform nutzt den Bonitätsindex (100 = beste, 600 = Insolvenz) plus den Crefoscore (Ausfallwahrscheinlichkeit in % für 12 Monate). CRIF Bürgel arbeitet mit einem eigenen Score-System (Werteskala je nach Produkt) und nutzt teilweise abweichende Risikomodelle.
Bei Creditreform sind aktive Datenpflege (Bilanz, Branchencode, Referenzen) und das Löschen verjährter Negativmerkmale die wirksamsten Hebel. Bei CRIF Bürgel wirkt vor allem der Datenabgleich mit Creditreform — wenn beide Auskunfteien dieselben aktualisierten Daten haben, steigt der Score.
In 80 % der Fälle Creditreform. Bei Leasing, Versicherungen und Mobilfunk häufig zusätzlich CRIF Bürgel. Größere Industriekunden nutzen oft beide parallel.
Wir empfehlen mindestens Creditreform + CRIF Bürgel parallel zu bereinigen — sonst bleibt eine Lücke.
Bei allen Auskunfteien ist eine Selbstauskunft pro Jahr nach Art. 15 DSGVO kostenlos. Wir holen sie kostenneutral für dich im Rahmen unserer Analyse.
Die klassische SCHUFA ist Verbraucherauskunftei. SCHUFA Business gibt es zwar, ist aber im B2B-Geschäft deutlich weniger relevant als Creditreform und CRIF Bürgel.
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