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Ratgeber

Bonitätsindex erklärt: Was die Skala 100–600 bedeutet

Vollständiger Leitfaden zum Creditreform-Bonitätsindex — Skala, Berechnung, Schwellwerte und Verbesserungswege.

Bonifix RedaktionFachredaktion FirmenbonitätAktualisiert Mai 20266 Min Lesezeit

Der Bonitätsindex ist die zentrale Score-Kennzahl von Creditreform und reicht von 100 (sehr gute Bonität) bis 600 (Zahlungsausfall). Banken, Lieferanten und Leasinggesellschaften ziehen diesen Wert in Sekunden ab — er entscheidet praktisch jede B2B-Kreditfrage in Deutschland.

Die Skala im Detail

  • 100–149 — Ausgezeichnete Bonität, beste Konditionen
  • 150–199 — Sehr gute Bonität
  • 200–249 — Gute Bonität (Median deutsches KMU)
  • 250–299 — Mittlere Bonität, erste Konditionsverschlechterung
  • 300–349 — Schwache Bonität, viele Lieferanten verlangen Vorkasse
  • 350–499 — Sehr schwache Bonität, Kredit fast unmöglich
  • 500–600 — Massive Risikomerkmale / Insolvenz

Wie wird der Bonitätsindex berechnet?

Creditreform gewichtet 15 Faktoren in 6 Kategorien: Krediturteil, Zahlungsweise, Auftragslage, Umsatz, Unternehmensentwicklung und Branchenrisiko. Negativmerkmale (Mahnbescheide, Inkasso, Insolvenz) wirken überproportional stark — ein einziger offener Mahnbescheid kann den Index um 80–120 Punkte verschlechtern.

Wann sollte ich aktiv werden?

Spätestens ab Index 250 lohnt sich eine Optimierung wirtschaftlich. Ab 300 wird sie geschäftskritisch — viele Banken stoppen dann Neukredite, Versicherer kündigen Warenkreditversicherungen, Leasinggesellschaften lehnen ab.

Schnell-Check: Wo stehe ich?

Sie haben das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft pro Jahr nach Art. 15 DSGVO. Diese liefert den aktuellen Bonitätsindex und alle gespeicherten Datenpunkte — die Basis für jede Verbesserung.

FAQ

Häufige Fragen

Welcher Bonitätsindex ist gut?
Werte unter 200 gelten als gut bis sehr gut. Der deutsche KMU-Median liegt bei ca. 230.
Wie oft ändert sich der Bonitätsindex?
Creditreform aktualisiert den Index laufend, mindestens aber bei jeder Anfrage Dritter.
Was ist der Unterschied zum CRIF-Score?
Beide messen Bonität, aber mit unterschiedlichen Skalen und Algorithmen. CRIF-Score reicht z. B. von 1–700.
Kann ich meinen eigenen Bonitätsindex einsehen?
Ja, kostenlos einmal pro Jahr per Selbstauskunft nach Art. 15 DSGVO bei Creditreform.

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