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Ratgeber

Creditreform in der Schweiz: Aufgaben, Bonität und Ihr Handlungsspielraum

Die Creditreform sammelt und analysiert Wirtschaftsdaten für Risikobewertung. Verstehen Sie, wie der Bonitätsindex funktioniert und wie Sie Ihre Firmenbonität gezielt steuern.

Mike SorceMike SorceGründer & Head of Credit Risk, BonifixAktualisiert August 202612 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis · 17 Abschnitte
  1. Was ist die Kernaufgabe der Creditreform in der Schweiz?
  2. Wie funktioniert der Creditreform Bonitätsindex und welche Faktoren beeinflussen ihn?
  3. Wie können Schweizer KMU ihren Creditreform Bonitätsindex verbessern?
  4. Aktuelle Schweizer Marktzahlen 2025
  5. Praxisfall aus dem Schweizer Mittelstand
  6. Kantonale Besonderheiten bei der Bonitätsprüfung in der Schweiz
  7. Häufige Fehler und was sie kosten
  8. Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen für die Bonitätsoptimierung
  9. Vergleich der Alternativen für Bonitätsauskünfte in der Schweiz
  10. Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?
  11. Rechtliche Grundlage der Bonitätsprüfung in der Schweiz
  12. Häufige Fragen
  13. Was ist der Creditreform Bonitätsindex?
  14. Welche Faktoren beeinflussen den Creditreform Bonitätsindex in der Schweiz?
  15. Wie kann ein Schweizer KMU seinen Creditreform Bonitätsindex verbessern?
  16. Welche Kosten entstehen bei der Optimierung des Creditreform Bonitätsindex?
  17. Gibt es kantonale Besonderheiten bei der Bonitätsprüfung in der Schweiz?

Was ist die Kernaufgabe der Creditreform in der Schweiz?

Die Creditreform Schweiz AG, als Teil der international tätigen Creditreform Gruppe, hat die Kernaufgabe, Wirtschaftsdaten zu recherchieren, zu analysieren und aufzubereiten. Ziel ist es, Schweizer Unternehmen eine fundierte Basis für die Risikobewertung von Geschäftspartnern zu liefern und so die Sicherheit im Wirtschaftsverkehr zu erhöhen. Sie agiert als privatwirtschaftlicher Anbieter und ist keine Behörde.

Dies umfasst die Erstellung von Bonitätsauskünften für Firmen aller Rechtsformen sowie teils auch für Privatpersonen. Diese Auskünfte ermöglichen es Geschäftspartnern, Kreditgeber und Versicherern, das Ausfallrisiko zu bewerten, bevor sie Geschäftsbeziehungen eingehen oder Konditionen festlegen. Die gesammelten Informationen dienen der Einschätzung der Zahlungswahrscheinlichkeit und der Identifizierung von Marktpotenzialen.

Wie funktioniert der Creditreform Bonitätsindex und welche Faktoren beeinflussen ihn?

Der Creditreform Bonitätsindex ist eine zentrale Kennzahl, die die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zusammenfasst. In der Schweiz wird wie in Deutschland oft eine Skala von 100 bis 600 verwendet, wobei ein tieferer Wert eine bessere Bonität signalisiert. Dieser Index wird aus einer Vielzahl von Faktoren berechnet, die die wirtschaftliche Stabilität und das Zahlungsverhalten eines Unternehmens widerspiegeln.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören Finanzkennzahlen aus Jahresabschlüssen, die Zahlungsmoral (beispielsweise aus dem Betreibungsregister oder gemeldeten Zahlungserfahrungen), die Rechtsform und Historie des Unternehmens sowie branchenspezifische Risiken. Negative Einträge im Betreibungsregister oder verzögerte Zahlungen können den Score signifikant verschlechtern, während eine transparente Kommunikation und gute Bilanzkennzahlen ihn positiv beeinflussen.

FaktorGewichtungDatenquelle
Finanzkennzahlen (Bilanz/Erfolgsrechnung)35 %Eingereichte Jahresabschlüsse
Zahlungsverhalten (Zahlungsmoral)30 %Betreibungsregister, eigene Erfahrungen
Allgemeine Unternehmensdaten (Rechtsform, Gründungsjahr)20 %Handelsregister, Zefix
Branchentypische Risiken15 %Branchenanalysen, Wirtschaftsdatenbanken

Wie können Schweizer KMU ihren Creditreform Bonitätsindex verbessern?

Die Verbesserung des Creditreform Bonitätsindex ist ein strategischer Prozess, der proaktives Handeln erfordert. Ein wesentlicher Hebel ist die prompte Korrektur fehlerhafter Daten, da unzutreffende Informationen den Score unnötig belasten können. Gemäss Art. 25 des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG) haben Sie ein Auskunftsrecht über die zu Ihrer Firma gespeicherten Daten und gemäss Art. 32 revDSG das Recht auf Berichtigung.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die regelmässige Einreichung aktueller und vollständiger Jahresabschlüsse, selbst wenn keine gesetzliche Pflicht dazu besteht. Dies schafft Transparenz und ermöglicht eine positive Bewertung der Finanzlage. Zudem sollte die eigene Zahlungsmoral stets hochgehalten und offene Forderungen proaktiv gemanagt werden, um negative Zahlungserfahrungen zu vermeiden. Bereits eine Verzögerung von 30 Tagen kann sich negativ auswirken.

HebelWirkungAufwandDauer
Datenkorrektur nach Art. 32 revDSGHochMittel2-4 Wochen
Aktuelle Jahresabschlüsse einreichenHochMittel1-2 Wochen
Proaktives ForderungsmanagementMittelMittelLaufend
Branchen-Code-Überprüfung (NOGA)MittelGering1-2 Wochen

Aktuelle Schweizer Marktzahlen 2025

Der Schweizer Wirtschaft gehen aktuell moderate Risiken voraus, die sich auch in den Bonitätskennzahlen niederschlagen. Laut dem KOF Konjunkturbarometer vom April 2025 bleibt die Schweizer Wirtschaft auf moderatem Wachstumskurs, was sich positiv auf die allgemeine Firmenbonität auswirkt. Dennoch sind branchenspezifische Unterschiede und externe Einflüsse, wie die globale Konjunktur, weiterhin prägend.

Die Anzahl der Firmenkonkurse in der Schweiz verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen leichten Anstieg von 4.3 % im Vergleich zum Vorjahr, so die Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS). Dies unterstreicht die Notwendigkeit für KMU, ihre eigene Bonität aktiv zu managen und die ihrer Geschäftspartner sorgfältig zu prüfen, um Zahlungsausfälle und Risiken zu minimieren. Ein durchschnittlicher CRIF-Score von 480 für Schweizer KMU zeigt jedoch eine grundsätzlich robuste Lage, die aber durch unsaubere Datenpflege schnell ins Wanken geraten kann (CRIF AG Wirtschaftsbarometer Q1 2025).

Praxisfall aus dem Schweizer Mittelstand

Eine Maschinenbau-GmbH aus Winterthur stand vor der Herausforderung, dass ihr Creditreform Bonitätsindex trotz solider Auftragslage und Liquidität einen Wert von 380 aufwies, was überdurchschnittlich schlecht war. Der Grund: Ein mehrjähriger, ungelöster Betreibungsregistereintrag und das Fehlen aktueller Jahresabschlüsse bei der Auskunftei. Die Bank lehnte einen wichtigen Investitionskredit ab. Bonifix analysierte die Situation, unterstützte bei der fristgerechten Löschung des Betreibungsregistereintrags gemäss Art. 8a SchKG und koordinierte die Einreichung der letzten drei Geschäftsberichte bei der Creditreform. Innerhalb von acht Wochen verbesserte sich der Bonitätsindex auf 210, und der Investitionskredit über CHF 750'000 konnte zu deutlich besseren Konditionen gesichert werden, was eine Zinsersparnis von über CHF 15'000 pro Jahr bedeutete.

Kantonale Besonderheiten bei der Bonitätsprüfung in der Schweiz

Die Bonitätsprüfung in der Schweiz weist kantonale Eigenheiten auf, insbesondere im Umgang mit Betreibungsregisterauszügen. Während in der Deutschschweiz die Betreibungsämter eher restriktiv sind und die Herausgabe von Auszügen genau prüfen, kann die Praxis in der Romandie oder im Tessin variieren. Dies betrifft auch die Möglichkeit, ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe gemäss Art. 8a SchKG zu stellen.

Ein Beispiel ist die Betreibungsregisterpraxis im Kanton Zürich, die sehr klar geregelt ist. In kleineren Kantonen können die Prozesse und die Bearbeitungszeiten für die Löschung von Einträgen oder die Gewährung von Auskünften unterschiedlich sein. Unternehmen müssen daher die spezifischen kantonalen Vorgaben ihres Sitzes oder des Sitzes ihrer Geschäftspartner kennen und beachten, um keine Fristen oder Rechte zu versäumen, etwa bei der Anfechtung von Einträgen.

Häufige Fehler und was sie kosten

Einer der häufigsten Fehler von Schweizer KMU ist die passive Haltung gegenüber der eigenen Bonitätseinstufung. Wird der Creditreform Bonitätsindex nicht regelmässig überprüft oder notwendige Daten nicht proaktiv eingereicht, kann dies teure Konsequenzen haben. Ein nicht aktualisierter Branchen-Code (NOGA-Code) oder veraltete Handelsregistereinträge können zu einer falschen Risikoeinschätzung führen und den Index ungerechtfertigt verschlechtern.

Solche Fehler können direkt in höheren Kosten resultieren: Eine um 50 Punkte schlechtere Bonitätseinstufung kann bei einem Investitionskredit über CHF 500'000 zu einem Zinsaufschlag von 0,3 % führen. Über eine Laufzeit von fünf Jahren bedeutet dies Mehrkosten von CHF 7'500. Bei Lieferantenkrediten oder Leasingverträgen können schlechtere Konditionen oder sogar Ablehnungen die Liquidität und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens empfindlich einschränken.

Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen für die Bonitätsoptimierung

Die Optimierung des Creditreform Bonitätsindex ist eine Investition in die finanzielle Zukunft Ihres Unternehmens. Die Kosten und der Aufwand hängen stark vom gewählten Ansatz ab. Eine Eigeninitiative, bei der Sie selbst Daten sichten, Auskünfte einholen und Korrekturen beantragen, verursacht primär Arbeitszeit. Die Dauer kann hier 4 bis 12 Wochen betragen, je nach Komplexität der Datenlage und Reaktionszeit der Auskunftei.

Ein spezialisierter Dienstleister wie Bonifix kann den Prozess deutlich beschleunigen und die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen. Die Kosten für eine solche Unterstützung liegen im Bereich von einigen tausend Franken, je nach Umfang der benötigten Dienstleistung. Hierbei kann ein Bonitätsindex von durchschnittlich 127 Punkten innerhalb von 4 bis 8 Wochen verbessert werden, da die Experten die relevanten Hebel und rechtlichen Grundlagen (revDSG, SchKG) genau kennen und gezielt anwenden. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht, aber die Erfahrung zeigt eine hohe Trefferquote bei der Identifizierung und Umsetzung von Verbesserungen.

OptionKosten (CHF)DauerErfolgswahrscheinlichkeit
EigenregieGering (interne Stunden)4-12 WochenMittel
DIY-Toolkit449 (einmalig)4-8 WochenHoch
Done-for-you Service2'000-8'0004-8 WochenSehr hoch

Vergleich der Alternativen für Bonitätsauskünfte in der Schweiz

Neben der Creditreform Schweiz AG gibt es weitere relevante Anbieter für Bonitätsauskünfte auf dem Schweizer Markt. Die Wahl des passenden Dienstleisters hängt oft von den spezifischen Anforderungen des Unternehmens und der Branche ab. Es lohnt sich, die Angebote zu vergleichen, um die für Ihre Bedürfnisse effizienteste Lösung zu finden.

CRIF AG Zürich ist beispielsweise ein weiterer Marktführer im Bereich der Wirtschaftsinformationen und bietet umfassende Bonitätsprüfungen an. Intrum AG ist besonders stark im Bereich Inkasso und Forderungsmanagement, offeriert aber ebenfalls Bonitätsauskünfte. Jede Auskunftei hat ihre eigenen Datensätze, Scoring-Modelle und Schwerpunkte, was zu unterschiedlichen Bonitätsbewertungen desselben Unternehmens führen kann. Daher ist es ratsam, sich nicht nur auf eine Quelle zu verlassen.

Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?

Die Entscheidung, ob Sie die Optimierung Ihrer Bonität in Eigenregie durchführen oder einen externen Dienstleister wie Bonifix beauftragen, hängt von mehreren Faktoren ab. Eigenregie lohnt sich, wenn Sie über die notwendigen internen Ressourcen, das rechtliche Fachwissen bezüglich revDSG und SchKG sowie ausreichend Zeit verfügen. Insbesondere bei einfachen Sachverhalten wie der Korrektur weniger fehlerhafter Einträge oder der transparenten Einreichung von Geschäftsberichten kann dies ein gangbarer Weg sein. Unser DIY-Toolkit unterstützt Sie dabei mit bewährten Vorlagen und Schriftsätzen.

Ein Dienstleister ist ratsam, wenn die Bonitätsprobleme komplexer sind, beispielsweise bei mehreren negativen Betreibungsregistereinträgen oder wenn schnell eine signifikante Verbesserung erzielt werden muss. Experten wie Bonifix verfügen über spezifisches Know-how und effiziente Prozesse, um die relevanten Hebel zu identifizieren und die Kommunikation mit den Auskunfteien zu optimieren. Eine kostenlose Erstanalyse kann klären, ob sich der Einsatz eines Dienstleisters für Ihre spezifische Situation rechnet.

Rechtliche Grundlage der Bonitätsprüfung in der Schweiz

Die Tätigkeit der Creditreform und anderer Auskunfteien in der Schweiz ist durch das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) geregelt, das seit dem 1. September 2023 in Kraft ist. Dieses Gesetz schützt die Persönlichkeit und die Grundrechte von Personen, deren Daten bearbeitet werden, und setzt hohe Standards für die Rechtmässigkeit der Datenbearbeitung. Insbesondere Art. 25 revDSG gewährt Ihnen ein umfassendes Auskunftsrecht über alle zu Ihrer Firma gespeicherten Daten.

Sollten Sie fehlerhafte Daten feststellen, haben Sie gemäss Art. 32 revDSG ein Recht auf Berichtigung. Die Bearbeitungsgrundsätze in Art. 6 revDSG schreiben vor, dass Daten rechtmässig, verhältnismässig und nach dem Prinzip der Zweckbindung bearbeitet werden müssen. Für Einträge im Betreibungsregister ist das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) relevant, insbesondere Art. 8a SchKG, der ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe von Betreibungen ermöglicht, die seit mindestens drei Monaten nicht fortgesetzt wurden. Diese rechtlichen Rahmenbedingungen bieten Ihnen wichtige Instrumente zur Steuerung Ihrer Firmenbonität.

Häufige Fragen

Was ist der Creditreform Bonitätsindex?

Der Creditreform Bonitätsindex ist eine Kennzahl, die die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zusammenfasst. Ein tieferer Wert auf der Skala von 100 bis 600 signalisiert eine bessere Bonität und ist ein Indikator für die Zahlungswahrscheinlichkeit eines Unternehmens.

Welche Faktoren beeinflussen den Creditreform Bonitätsindex in der Schweiz?

Der Bonitätsindex wird durch Finanzkennzahlen (35%), Zahlungsmoral (30%), allgemeine Unternehmensdaten (20%) wie Rechtsform und Gründungsjahr, sowie branchenspezifische Risiken (15%) beeinflusst. Datenquellen sind Jahresabschlüsse, Betreibungsregister und Handelsregister.

Wie kann ein Schweizer KMU seinen Creditreform Bonitätsindex verbessern?

KMU können den Bonitätsindex durch Korrektur fehlerhafter Daten gemäss Art. 32 revDSG, regelmässiges Einreichen aktueller Jahresabschlüsse und proaktives Forderungsmanagement verbessern. Eine Überprüfung des Branchen-Codes (NOGA) ist ebenfalls hilfreich.

Welche Kosten entstehen bei der Optimierung des Creditreform Bonitätsindex?

Die Kosten variieren: Eigeninitiative verursacht primär Arbeitszeit, ein DIY-Toolkit kann CHF 449 kosten, und ein 'Done-for-you' Service liegt typischerweise zwischen CHF 2'000 und 8'000. Die Dauer für die Verbesserung liegt meist zwischen 4 und 12 Wochen.

Gibt es kantonale Besonderheiten bei der Bonitätsprüfung in der Schweiz?

Ja, die Bonitätsprüfung weist kantonale Eigenheiten auf, insbesondere im Umgang mit Betreibungsregisterauszügen und der Möglichkeit, ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe gemäss Art. 8a SchKG zu stellen. Prozesse können je nach Kanton variieren.

  1. Bonitätsauskunft einholen

    Bestellen Sie eine aktuelle Bonitätsauskunft bei Creditreform Schweiz, um den Ist-Zustand und mögliche negative Einträge zu identifizieren. Nutzen Sie Ihr Auskunftsrecht gemäss Art. 25 revDSG.

  2. Daten überprüfen und korrigieren

    Analysieren Sie die Auskunft sorgfältig auf Fehler, veraltete oder unvollständige Informationen. Stellen Sie gemäss Art. 32 revDSG einen Antrag auf Berichtigung bei der Creditreform.

  3. Jahresabschlüsse einreichen

    Stellen Sie sicher, dass Ihre aktuellsten Jahresabschlüsse der Creditreform vorliegen. Transparenz über Ihre Finanzlage kann den Score positiv beeinflussen.

  4. Betreibungsregister prüfen und bereinigen

    Überprüfen Sie das kantonale Betreibungsregister auf Einträge. Stellen Sie gegebenenfalls ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe von unbegründeten oder erledigten Betreibungen nach Art. 8a SchKG.

  5. Zahlungsmoral optimieren

    Achten Sie auf pünktliche Zahlungen und ein effizientes Forderungsmanagement, um negative Zahlungserfahrungen zu vermeiden und positive Meldungen zu ermöglichen.

  6. Professionelle Unterstützung suchen

    Bei komplexen Fällen oder Zeitmangel ziehen Sie einen Spezialisten wie Bonifix für eine gezielte Optimierung Ihres Bonitätsindex bei, um schnell und effizient Ergebnisse zu erzielen.

Vergleich der Alternativen

MerkmalCreditreform Schweiz AGCRIF AGIntrum AG
SchwerpunktBonitätsauskünfte, InkassoBonitätsauskünfte, BetrugspräventionInkasso, Forderungsmanagement
Score-Skala100-600 (tiefer = besser)1-600 (höher = besser)0-1000 (höher = besser)
DatenbasisHandelsregister, Bilanzen, ZahlungsverhaltenUmfassende Finanzdaten, ZahlungserfahrungenPrimär Inkasso-Daten, Registerinformationen
StärkenUmfassende Firmeninformationen, internationales NetzwerkPräzise Risikobewertung, breite DatenbasisEffizientes Forderungsmanagement, globale Präsenz
KostenMittel bis Hoch (je nach Dienstleistung)Mittel bis HochMittel bis Hoch

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Bonitätsindex
Eine Kennzahl, die die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zusammenfasst, typischerweise auf einer Skala von 100 bis 600, wobei ein tieferer Wert besser ist.
Crefo-Nummer
Eine von Creditreform vergebene, interne Identifikationsnummer für Unternehmen, unter der alle relevanten Daten und Bewertungen gespeichert sind.
Betreibungsregister
Ein amtliches Register, das Auskunft über laufende oder abgeschlossene Betreibungsverfahren gegen eine Person oder Firma gibt.
revDSG
Das revidierte Datenschutzgesetz der Schweiz, seit 1. September 2023 in Kraft, regelt den Schutz personenbezogener Daten und die Rechte der betroffenen Personen.
SchKG
Das Schweizerische Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, welches die Abläufe bei Betreibungen und Konkursen regelt, inklusive des Art. 8a zu Gesuchen auf Nicht-Bekanntgabe.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Creditreform und CRIF in der Schweiz?
Creditreform und CRIF sind beides führende Wirtschaftsauskunfteien in der Schweiz. Sie bieten ähnliche Dienstleistungen wie Bonitätsprüfungen und Inkasso an, verwenden aber unterschiedliche Scoring-Modelle und Datensätze. Es kann sich lohnen, Auskünfte bei beiden einzuholen, da sie sich ergänzen können.
Kann ich meine Daten bei Creditreform Schweiz einsehen und korrigieren lassen?
Ja, gemäss Art. 25 revDSG haben Sie das Recht, eine Auskunft über alle zu Ihrer Person oder Firma gespeicherten Daten zu erhalten. Sollten Sie dabei Fehler feststellen, können Sie deren Berichtigung nach Art. 32 revDSG verlangen.
Wie lange bleiben negative Einträge bei Creditreform gespeichert?
Die Speicherdauer negativer Einträge variiert je nach Art des Eintrags und dessen Erledigung. Erledigte Betreibungen können unter bestimmten Umständen nach Art. 8a SchKG aus dem sichtbaren Register entfernt werden. Bei unbegründeten Einträgen ist eine umgehende Löschung oft möglich.
Was ist die Crefo-Nummer und wozu dient sie?
Die Crefo-Nummer ist eine interne Identifikationsnummer, die von Creditreform vergeben wird. Sie dient der eindeutigen Zuordnung von Unternehmen in der Datenbank und bündelt alle relevanten Informationen wie Stammdaten, Bonitätsbewertungen und Zahlungserfahrungen.
Welche Kosten fallen für Creditreform-Dienstleistungen an?
Die Kosten für Dienstleistungen der Creditreform variieren je nach Umfang. Eine einzelne Bonitätsauskunft kann zwischen CHF 50 und CHF 200 kosten. Mitgliedschaften oder umfassende Pakete für Inkasso oder Datenanalyse sind teurer und werden individuell offeriert.
Kann eine schlechte Bonität bei Creditreform meine Geschäftstätigkeit behindern?
Ja, eine schlechte Bonitätseinstufung kann zu höheren Zinsen bei Krediten, restriktiveren Zahlungszielen bei Lieferanten oder sogar zur Ablehnung von Geschäftsbeziehungen führen. Dies kann die Liquidität und die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens erheblich beeinträchtigen.

Behandelte Themen

  • Creditreform Schweiz AG
  • CRIF AG
  • Intrum AG
  • Bundesamt für Statistik (BFS)
  • KOF Konjunkturbarometer
  • revidiertes Datenschutzgesetz (revDSG)
  • Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG)
  • Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB)
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