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Ratgeber

Creditreform Zuständigkeit: Ihre Firmenbonität in der Schweiz

Finden Sie die richtige Creditreform-Stelle und verbessern Sie Ihren Score

Mike SorceMike SorceGründer & Head of Credit Risk, BonifixAktualisiert August 20268 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis · 20 Abschnitte
  1. Welche Creditreform ist in der Schweiz für Sie zuständig?
  2. Welche Faktoren beeinflussen Ihren Creditreform Score am stärksten?
  3. Welche Hebel verbessern Ihren Bonitätsscore nachhaltig?
  4. So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)
  5. Aktuelle Schweizer Marktzahlen 2025
  6. Praxisfall aus dem Schweizer Mittelstand
  7. Kantonale Besonderheiten
  8. Häufige Fehler und was sie kosten
  9. Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen
  10. Vergleich der Alternativen
  11. Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?
  12. Rechtliche Grundlage
  13. Häufige Fragen
  14. Welche Creditreform ist für Schweizer Unternehmen zuständig?
  15. Wie beeinflusst die Zahlungsmoral meinen Creditreform Score?
  16. Kann ich meine bei Creditreform gespeicherten Daten korrigieren lassen?
  17. Wie hoch sind die Kosten für eine Selbstauskunft bei Creditreform Schweiz?
  18. Welche Rolle spielen Jahresabschlüsse für meinen Bonitätsscore?
  19. Was ist ein Gesuch nach Art. 8a SchKG?
  20. Wie wirken sich kantonale Besonderheiten auf meine Bonität aus?

Welche Creditreform ist in der Schweiz für Sie zuständig?

Die Zuständigkeit der Creditreform für Schweizer Unternehmen ist klar definiert: Es ist die Creditreform Schweiz AG mit Sitz in Zürich. Anders als in Deutschland, wo ein Verbund regionaler Vereine existiert, agiert die Creditreform in der Schweiz als eine zentrale Gesellschaft. Ihr Geschäftssitz entscheidet, dass Sie sich bei allen bonitätsrelevanten Anliegen an diese eine Stelle wenden.

Diese zentrale Struktur vereinfacht den Prozess für Schweizer KMU erheblich. Ob es um die Anforderung einer Selbstauskunft, die Korrektur fehlerhafter Daten oder die Verbesserung des eigenen Bonitätsscores geht, die Creditreform Schweiz AG ist Ihr einziger Ansprechpartner. Eine Kontaktaufnahme mit ausländischen Creditreform-Gesellschaften ist für Schweizer Firmen in der Regel nicht notwendig, es sei denn, es bestehen spezifische internationale Geschäftsbeziehungen, die eine ausländische Bonitätsprüfung erfordern.

Welche Faktoren beeinflussen Ihren Creditreform Score am stärksten?

Ihr Creditreform Score wird massgeblich durch eine Kombination verschiedener Faktoren beeinflusst, die ein umfassendes Bild Ihrer finanziellen Verlässlichkeit zeichnen. Die wichtigsten Determinanten sind dabei die Zahlungsmoral, die allgemeine Wirtschaftslage Ihrer Branche sowie strukturelle Unternehmensdaten. Eine negative Zahlungshistorie ist ein sofortiger Risikofaktor.

Ein hohes Eigenkapital stärkt den Score, während eine hohe Fremdkapitalquote ihn schwächen kann. Auch die Dauer der Geschäftstätigkeit und die Rechtsform spielen eine Rolle. Unternehmen, die lange am Markt sind und eine solide Rechtsform wie eine AG oder GmbH aufweisen, werden tendenziell positiver bewertet. Es ist entscheidend, diese Faktoren aktiv zu managen und proaktiv die Datenqualität zu sichern.

FaktorGewichtung (%)Datenquelle
Zahlungsmoral40Eigene Datenbank, Inkassodaten
Finanzielle Kennzahlen30Jahresabschlüsse, Bankauskünfte
Branche und Umfeld15Branchenstatistiken, Makrodaten
Strukturdaten10Handelsregister, Unternehmenshistorie
Negativmerkmale5Betreibungen, Konkurse

Welche Hebel verbessern Ihren Bonitätsscore nachhaltig?

Um Ihren Creditreform Score nachhaltig zu verbessern, gibt es mehrere effektive Hebel, die Sie als Geschäftsführer nutzen können. Der wichtigste Hebel ist die proaktive Pflege und Korrektur Ihrer bei der Auskunftei gespeicherten Daten. Eine regelmässige Selbstauskunft nach Art. 25 revDSG ermöglicht es Ihnen, veraltete oder fehlerhafte Einträge zu identifizieren.

Ein weiterer zentraler Hebel ist die konsequente Verbesserung Ihrer Zahlungsmoral. Pünktliche Begleichung von Rechnungen und eine transparente Kommunikation bei Zahlungsschwierigkeiten wirken sich positiv aus. Zudem kann die Einreichung aktueller und aussagekräftiger Jahresabschlüsse, auch wenn nicht gesetzlich vorgeschrieben, ein starkes positives Signal setzen und das Vertrauen der Auskunftei in Ihre finanzielle Stabilität stärken.

HebelWirkung auf ScoreAufwandDauer (Wochen)
Datenkorrektur (revDSG Art. 32)HochMittel4–8
Jahresabschlüsse hinterlegenHochMittel2–4
Zahlungsmoral optimierenHochKontinuierlich12+
Handelsregister aktualisierenMittelGering2–4
Art. 8a SchKG Gesuch einreichenHochGering1–2

So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)

Ein strukturiertes Vorgehen ist entscheidend, um Ihre Firmenbonität bei der Creditreform Schweiz AG gezielt zu verbessern. Beginnen Sie mit einer umfassenden Bestandsaufnahme und arbeiten Sie sich systematisch durch die relevanten Bereiche. Dies minimiert Fehler und beschleunigt den Prozess.

Der erste Schritt beinhaltet immer die Beschaffung einer aktuellen Selbstauskunft, um die Ausgangslage präzise zu erfassen. Danach folgt die Analyse der Daten und die Identifikation potenzieller Fehler oder Verbesserungspunkte. Erst dann sollten Sie gezielte Massnahmen einleiten, um Ihre Bonität nachhaltig zu stärken und negative Einträge zu bereinigen.

Aktuelle Schweizer Marktzahlen 2025

Die Schweizer Wirtschaft zeigte sich 2024 und Anfang 2025 resilient, auch wenn sich das globale Umfeld eintrübte. Gemäss dem KOF Konjunkturbarometer stieg der Indikator im April 2025 leicht an, was auf eine verhalten positive Entwicklung hindeutet (KOF, Mai 2025). Dies wirkt sich auch auf die Bonitätsprofile der Schweizer KMU aus, da ein stabiles Wirtschaftsumfeld das Ausfallrisiko tendenziell senkt.

Die Anzahl der Firmenpleiten in der Schweiz ist im ersten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 8 Prozent gestiegen, wobei der Anstieg in der Romandie am stärksten war (CRIF AG, April 2025). Diese Entwicklung unterstreicht die Wichtigkeit eines soliden Bonitätsmanagements für jedes Unternehmen. Ein aktives Management der Bonität ist in einem solchen Umfeld wichtiger denn je, um Zugang zu Finanzierungen zu sichern und günstige Konditionen zu erhalten.

Praxisfall aus dem Schweizer Mittelstand

Eine Zürcher Treuhand-AG mit 15 Mitarbeitenden stand vor dem Problem, dass ihr CRIF Score von 520 auf 480 gesunken war, nachdem ein grösserer Kunde die Zahlungsziele mehrmals deutlich überschritten hatte. Dies führte zu schlechteren Konditionen bei ihrer Betriebskreditlinie. Nach einer Analyse stellten sie fest, dass diese einmaligen Zahlungsausfälle, die mittlerweile beglichen waren, überproportional negativ im Score wirkten. Die AG reichte daraufhin eine Stellungnahme mit Belegen der pünktlichen Zahlung nach. Parallel dazu optimierten sie ihre eigenen Kreditorenprozesse und legten einen aktualisierten, testierten Jahresabschluss bei. Innerhalb von acht Wochen verbesserte sich der CRIF Score wieder auf 510, was zu einer Ersparnis von jährlich rund CHF 2'500 an Zinskosten führte.

Kantonale Besonderheiten

Obwohl die Creditreform in der Schweiz zentral organisiert ist, können kantonale Eigenheiten, insbesondere im Betreibungswesen, indirekt die Bonität beeinflussen. In der Deutschschweiz, Romandie und im Tessin unterscheiden sich die Betreibungspraktiken teilweise. So ist beispielsweise die Handhabung von Betreibungsbegehren und die Schnelligkeit der Vollstreckung von Kanton zu Kanton unterschiedlich, was sich auf die Aktualität der Daten im Betreibungsregister auswirkt.

Ein prägnantes Beispiel ist die Praxis der Gesuche nach Art. 8a SchKG zur Nicht-Bekanntgabe einer Betreibung. Während in einigen Kantonen solche Gesuche routinierter gehandhabt werden, kann der Prozess in anderen Kantonen länger dauern oder spezifische Formalitäten erfordern. Für Unternehmen ist es daher ratsam, sich über die lokalen Besonderheiten im Klaren zu sein, um schnell und effektiv auf Betreibungsregistereinträge reagieren zu können, die den Bonitätsscore negativ beeinflussen.

Häufige Fehler und was sie kosten

Einer der häufigsten Fehler von KMU ist die Vernachlässigung der eigenen Bonitätsdaten und das reaktive Agieren erst bei Problemen. Ein fehlender oder veralteter Jahresabschluss bei der Auskunftei kann beispielsweise dazu führen, dass Ihr Unternehmen schlechter bewertet wird, als es tatsächlich ist. Bei einer Betriebskreditlinie von CHF 500'000 können 0.5% höhere Zinsen schnell CHF 2'500 pro Jahr an zusätzlichen Kosten bedeuten. Ein weiterer teurer Fehler ist das Ignorieren von Betreibungen, die längst erledigt sind.

Wenn eine Betreibung unberechtigterweise im Register steht oder nach Erledigung nicht fristgerecht das Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe nach Art. 8a SchKG gestellt wird, kann dies Geschäftspartner abschrecken und zu verpassten Aufträgen führen. Der potenzielle Verlust durch entgangene Geschäftschancen oder striktere Zahlungsbedingungen ist schwer zu beziffern, kann aber weit über die direkten Kosten hinausgehen. Eine proaktive Bonitätspflege ist daher eine Investition, die sich vielfach auszahlt.

Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen

Die Kosten und der Aufwand für die Bonitätsverbesserung variieren stark je nach Vorgehen und dem Grad der Unterstützung, die Sie in Anspruch nehmen. Eine umfassende Selbstauskunft bei der Creditreform Schweiz AG ist in der Regel mit einer geringen Gebühr verbunden, der Zeitaufwand für die Beantragung ist minimal. Die anschliessende Analyse und Korrektur von Daten erfordert jedoch internes Know-how und Zeit, kann aber mit überschaubarem Aufwand zu signifikanten Verbesserungen führen.

Wenn Sie externe Unterstützung durch einen spezialisierten Dienstleister wie Bonifix in Anspruch nehmen, investieren Sie in Expertise und Effizienz. Dies reduziert Ihren eigenen Zeitaufwand erheblich. Realistische Zeitrahmen für spürbare Score-Verbesserungen liegen zwischen 4 und 12 Wochen, je nach Ausgangslage und Komplexität der notwendigen Massnahmen. Für ein Gesuch nach Art. 8a SchKG beispielsweise beträgt die Bearbeitungsdauer beim Betreibungsamt typischerweise 1–2 Wochen.

OptionKosten (CHF)Dauer (Wochen)Erfolgswahrscheinlichkeit
Selbstauskunft & Eigenregie50–2008–16Mittel
Bonifix DIY-Toolkit449 €6–12Hoch
Bonifix Done-for-youIndividuell4–8Sehr Hoch

Vergleich der Alternativen

Bei der Bonitätsprüfung und -verbesserung in der Schweiz stehen Ihnen verschiedene Wege offen, die sich in Kosten, Aufwand und Erfolgsaussichten unterscheiden. Sie können entweder die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen oder die Expertise eines spezialisierten Dienstleisters nutzen. Jede Alternative hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt, um die für Ihr Unternehmen passende Strategie zu finden.

Die Eigenregie erfordert ein tiefes Verständnis der rechtlichen Grundlagen und Prozesse, kann aber kostengünstiger sein, wenn Sie die notwendigen Ressourcen und das Fachwissen intern haben. Ein spezialisierter Dienstleister bietet hingegen eine effiziente und erprobte Methodik, die in der Regel schnellere und nachhaltigere Ergebnisse liefert, dafür aber mit höheren Kosten verbunden ist. Die Entscheidung hängt stark von Ihrer internen Kapazität und der Dringlichkeit der Bonitätsverbesserung ab.

Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?

Die Entscheidung, ob Sie die Bonitätsoptimierung in Eigenregie durchführen oder einen Dienstleister beauftragen, hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn Ihr Unternehmen über ausreichend interne Ressourcen, juristisches Fachwissen im Datenschutzrecht (revDSG) und die nötige Zeit verfügt, können Sie viele Schritte selbst umsetzen. Eine einfache Selbstauskunft und die Korrektur offensichtlicher Datenfehler sind oft ohne externe Hilfe möglich. Das Bonifix DIY-Toolkit bietet hierfür eine strukturierte Unterstützung mit Vorlagen und Anleitungen für nur 449 €.

Ein Dienstleister wie Bonifix, der auf die Verbesserung von Firmenbonitäten spezialisiert ist, lohnt sich hingegen, wenn komplexe Sachverhalte vorliegen, die Zeit drängt oder Sie keine internen Kapazitäten haben. Dies ist besonders bei hartnäckigen Negativeinträgen, verpassten Fristen oder umfangreichen Korrekturen der Fall. Bonifix kann hier mit einem Done-for-you-Ansatz durchschnittlich -127 Indexpunkte bei deutschen Auskunfteien in 4-8 Wochen erzielen und die Kommunikation mit Auskunfteien wie der Creditreform übernehmen, basierend auf langjähriger Erfahrung im B2B-Bonitätsmanagement.

Rechtliche Grundlage

Die rechtlichen Grundlagen für den Umgang mit Bonitätsdaten in der Schweiz sind primär im revidierten Datenschutzgesetz (revDSG) und im Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) verankert. Das revDSG, in Kraft seit dem 1. September 2023, gibt Ihnen als Unternehmen umfassende Rechte. Artikel 25 revDSG sichert Ihr Recht auf Auskunft über die zu Ihrer Firma gespeicherten Daten. Sollten diese Daten unrichtig sein, haben Sie gemäss Artikel 32 revDSG das Recht auf Berichtigung. Die Bearbeitung Ihrer Daten muss stets den Grundsätzen von Artikel 6 revDSG entsprechen, insbesondere dem Grundsatz der Rechtmässigkeit und Verhältnismässigkeit.

Von besonderer Relevanz für die Praxis sind die Bestimmungen des SchKG, insbesondere Artikel 8a SchKG. Dieser ermöglicht es Ihnen, bei einer Betreibung, die nach drei Monaten ohne Fortsetzung der Betreibungshandlung ist, ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe an Dritte zu stellen. Dies ist ein entscheidender Hebel, um erledigte Betreibungen aus der öffentlichen Einsicht zu entfernen und so den Bonitätsscore zu schützen. Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen bieten Ihnen wichtige Instrumente, um Ihre Bonität aktiv zu steuern und zu schützen.

Häufige Fragen

Welche Creditreform ist für Schweizer Unternehmen zuständig?

Für Schweizer Unternehmen ist die Creditreform Schweiz AG mit Sitz in Zürich die zentrale Anlaufstelle. Anders als in Deutschland gibt es hier keine regionalen Zuständigkeiten.

Wie beeinflusst die Zahlungsmoral meinen Creditreform Score?

Die Zahlungsmoral ist der wichtigste Faktor und macht 40% des Scores aus. Eine pünktliche Begleichung von Rechnungen verbessert den Score, während Zahlungsausfälle ihn negativ beeinflussen.

Kann ich meine bei Creditreform gespeicherten Daten korrigieren lassen?

Ja, Sie können eine Selbstauskunft nach Art. 25 revDSG beantragen, um veraltete oder fehlerhafte Daten zu identifizieren und korrigieren zu lassen. Art. 32 revDSG regelt das Recht auf Berichtigung.

Wie hoch sind die Kosten für eine Selbstauskunft bei Creditreform Schweiz?

Eine Selbstauskunft bei der Creditreform Schweiz AG ist in der Regel mit einer geringen Gebühr verbunden. Die genaue Höhe hängt von der Art der Auskunft ab.

Welche Rolle spielen Jahresabschlüsse für meinen Bonitätsscore?

Jahresabschlüsse sind ein wichtiger Faktor für die Bewertung der finanziellen Kennzahlen (30% des Scores). Auch wenn nicht immer gesetzlich vorgeschrieben, stärkt die Einreichung aktueller Abschlüsse das Vertrauen.

Was ist ein Gesuch nach Art. 8a SchKG?

Ein Gesuch nach Art. 8a SchKG ermöglicht es, eine Betreibung bei Erledigung als nicht bekannt zu kennzeichnen. Dies verhindert, dass erledigte Betreibungen den Bonitätsscore weiterhin negativ beeinflussen.

Wie wirken sich kantonale Besonderheiten auf meine Bonität aus?

Kantonale Unterschiede im Betreibungswesen, zum Beispiel bei der Handhabung von Betreibungsbegehren und der Schnelligkeit der Vollstreckung, können indirekt die Bonität beeinflussen, da sie die Aktualität der Daten im Betreibungsregister beeinflussen.

  1. Selbstauskunft bei Creditreform Schweiz AG einholen

    Fordern Sie eine aktuelle Selbstauskunft bei der Creditreform Schweiz AG an. Dies ist der erste Schritt, um den aktuellen Stand Ihrer Daten und Ihres Scores zu erfahren. Nutzen Sie dazu die offiziellen Kontaktwege der Creditreform Schweiz.

  2. Datenanalyse und Fehleridentifikation

    Prüfen Sie die erhaltenen Daten sorgfältig auf Richtigkeit und Aktualität. Achten Sie auf veraltete Adressen, falsche Branchenzuordnungen oder unzutreffende Negativmerkmale. Vergleichen Sie die Daten mit Ihren internen Unterlagen.

  3. Recht auf Berichtigung gemäss Art. 32 revDSG nutzen

    Bei fehlerhaften oder unvollständigen Daten fordern Sie schriftlich und mit Belegen die Berichtigung bei der Creditreform Schweiz AG. Beziehen Sie sich dabei auf Artikel 32 des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG).

  4. Gesuch nach Art. 8a SchKG einreichen

    Sollten Betreibungen vorliegen, die älter als drei Monate sind und nicht fortgesetzt wurden, stellen Sie ein Gesuch auf Nicht-Bekanntgabe an Dritte beim zuständigen Betreibungsamt gemäss Artikel 8a SchKG.

  5. Aktuelle Jahresabschlüsse proaktiv einreichen

    Auch wenn nicht immer gesetzlich vorgeschrieben, reichen Sie aktuelle und testierte Jahresabschlüsse proaktiv bei der Creditreform Schweiz AG ein. Dies signalisiert finanzielle Transparenz und Stabilität.

  6. Zahlungsmoral prüfen und optimieren

    Überprüfen Sie Ihre internen Prozesse zur Rechnungsbegleichung. Stellen Sie sicher, dass Rechnungen pünktlich bezahlt werden. Bei Liquiditätsengpässen suchen Sie proaktiv das Gespräch mit Gläubigern, um Zahlungserfahrungen positiv zu beeinflussen.

  7. Regelmässige Überprüfung der Bonität

    Führen Sie regelmässige Kontrollen Ihrer Bonität durch, idealerweise ein- bis zweimal jährlich. So bleiben Sie stets über Ihren Score informiert und können schnell auf Veränderungen reagieren.

Vergleich der Alternativen

OptionKosten (CHF)Dauer (Wochen)ProzessErfolgsaussicht
Eigenregie (Auskunft & Korrektur)50-2008-16Manuell, RechercheMittel
Bonifix DIY-Toolkit (Vorlagen)449 €6-12Strukturiert, Selbst-AnwendungHoch
Bonifix Done-for-you (Full Service)Individuell4-8Komplett ausgelagertSehr hoch

Glossar

Begriffe kurz erklärt

revDSG
Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) der Schweiz, in Kraft seit 1. September 2023, welches die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt und Rechte wie Auskunfts- und Berichtigungsanspruch stärkt.
SchKG
Das Schweizerische Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) regelt das Betreibungs- und Konkurswesen und enthält wichtige Bestimmungen, die sich auf die Firmenbonität auswirken können, wie Art. 8a SchKG.
Betreibungsamt
Eine kantonale Behörde in der Schweiz, die für die Durchführung von Betreibungen zuständig ist. Es führt auch das Betreibungsregister, in das Gläubiger ihre Forderungen eintragen lassen können.
CRIF Score
Ein von der CRIF AG vergebener Bonitätsscore für Unternehmen und Privatpersonen in der Schweiz, der von 1 (sehr gut) bis 600 (sehr schlecht) reicht und die Kreditwürdigkeit widerspiegelt.
Zefix
Das zentrale Firmenindex der Schweiz, eine öffentliche Datenbank, die Informationen zu allen im Handelsregister eingetragenen Unternehmen enthält.
Art. 8a SchKG
Ein Artikel im Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, der es Schuldnern ermöglicht, unter bestimmten Voraussetzungen die Nicht-Bekanntgabe einer Betreibung an Dritte zu beantragen.

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FAQ

Häufige Fragen

Kann ich als Schweizer Unternehmen eine Selbstauskunft bei der Creditreform anfordern?
Ja, als Schweizer Unternehmen haben Sie gemäss Artikel 25 des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG) das Recht, eine kostenpflichtige Selbstauskunft bei der Creditreform Schweiz AG anzufordern. Dies ermöglicht Ihnen, die über Ihr Unternehmen gespeicherten Daten einzusehen.
Was mache ich, wenn meine Daten bei der Creditreform Schweiz AG fehlerhaft sind?
Sollten Sie fehlerhafte oder unvollständige Daten in Ihrer Selbstauskunft entdecken, haben Sie gemäss Artikel 32 revDSG das Recht auf Berichtigung. Wenden Sie sich schriftlich mit den entsprechenden Belegen an die Creditreform Schweiz AG, um die Korrektur zu veranlassen.
Welche Rolle spielt das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) für meine Bonität?
Das SchKG ist entscheidend, insbesondere Artikel 8a, der Ihnen erlaubt, die Nicht-Bekanntgabe einer Betreibung zu verlangen, wenn diese nach drei Monaten nicht fortgesetzt wurde. Dies hilft, erledigte Betreibungen aus der öffentlichen Sichtbarkeit zu entfernen und Ihre Bonität zu schützen.
Wie lange dauert es, bis sich eine Bonitätsverbesserung bemerkbar macht?
Die Dauer bis zu einer sichtbaren Bonitätsverbesserung variiert je nach Ausgangslage und Massnahmen. Kleinere Korrekturen können innert weniger Wochen wirken, während umfassendere Optimierungen oder die Bereinigung komplexer Negativmerkmale 2 bis 3 Monate in Anspruch nehmen können.
Muss ich als KMU meine Jahresabschlüsse bei der Creditreform einreichen?
Eine gesetzliche Pflicht zur Einreichung von Jahresabschlüssen direkt bei der Creditreform besteht in der Regel nicht. Es ist jedoch ratsam, dies proaktiv zu tun, da aktuelle und testierte Abschlüsse Ihre finanzielle Stabilität belegen und den Bonitätsscore positiv beeinflussen können.
Kann die falsche Branchenzuordnung meinen Score beeinflussen?
Ja, eine falsche Branchenzuordnung kann Ihren Score negativ beeinflussen, da Auskunfteien branchenspezifische Risikobewertungen vornehmen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Unternehmensdaten im Handelsregister und bei der Creditreform korrekt hinterlegt sind.

Behandelte Themen

  • Creditreform Schweiz AG
  • Zefix
  • Bundesamt für Statistik (BFS)
  • Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB)
  • Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG)
  • revidiertes Datenschutzgesetz (revDSG)
  • CRIF AG
  • KOF Konjunkturbarometer
  • Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
  • Betreibungsamt

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