Bonifix

Ratgeber

Creditreform Score verbessern: Aufbau und legaler Optimierungsweg

Wie der Creditreform-Bonitätsindex zustande kommt — und welche drei Fehler in 80 % aller Datensätze stecken.

Bonifix RedaktionAktualisiert Mai 20267 Min Lesezeit

Creditreform ist mit Abstand die wichtigste Wirtschaftsauskunftei in Deutschland. Wer den Creditreform-Score verbessert, verbessert in 80 % der Fälle automatisch auch die Konditionen bei Banken, Lieferanten und Leasinggesellschaften.

Aufbau des Creditreform-Scoring

Der Bonitätsindex (100–600) basiert auf einem mathematisch-statistischen Verfahren, das aus über 100 Mio. historischen Datenpunkten ein Ausfallwahrscheinlichkeits-Modell ableitet. Die wichtigsten Inputfaktoren:

  • Krediturteil des Außendienstes (qualitative Bewertung vor Ort)
  • Zahlungserfahrungen aus dem Debitorenregister Deutschland (DRD)
  • Bilanzkennzahlen (Eigenkapitalquote, Cashflow)
  • Branchenrisiko nach WZ-2008
  • Unternehmensalter und -größe
  • Negativmerkmale (Mahnverfahren, Inkasso, Insolvenz)

Drei häufige Fehler in Creditreform-Datensätzen

1. Veraltete Bilanz: Creditreform übernimmt Bilanzdaten aus dem Bundesanzeiger. Wer dort nicht aktuell hinterlegt hat, wird mit dem Vorjahres- oder gar Vor-Vorjahres-Zahlen bewertet — meist zum Nachteil.

2. Falscher Branchencode: Der Vor-Ort-Mitarbeiter klassifiziert das Unternehmen nach Augenschein. Eine IT-Beratung, die als „Sonstige Unternehmensberatung" eingestuft ist, bekommt schlechtere Werte als unter dem korrekten Code „Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie".

3. Erledigte Negativmerkmale, die nicht gelöscht wurden: Bezahlte Mahnbescheide bleiben oft jahrelang im Datensatz, obwohl sie nach DSGVO Art. 17 zu löschen sind.

Der DSGVO-Weg zur Index-Verbesserung

Sie schreiben Creditreform unter Berufung auf Art. 15 DSGVO an und fordern eine vollständige Datenkopie. Innerhalb von 30 Tagen bekommen Sie alles, was über Ihr Unternehmen gespeichert ist. Anschließend prüfen Sie jeden Eintrag und beantragen für falsche Daten Berichtigung (Art. 16) oder Löschung (Art. 17).

FAQ

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Auskunft bei Creditreform?
Nach Art. 15 DSGVO maximal 30 Tage — meist erfolgt sie innerhalb von 14 Tagen.
Was kostet die Selbstauskunft bei Creditreform?
Einmal pro Jahr kostenlos. Weitere Auskünfte kosten ca. 28,50 € netto.
Kann ich den Creditreform-Score beeinflussen?
Indirekt, ja — durch Korrektur falscher Daten, Löschung erledigter Negativmerkmale und Pflege der Stammdaten.
Wie schnell wirkt eine Berichtigung?
In der Regel 14–30 Tage nach erfolgreicher Korrektur.

Weiterlesen

BR

Bonifix Redaktion

Fachredaktion für B2B-Bonitätsmanagement. Spezialisiert auf Creditreform, CRIF Bürgel, SCHUFA Business und Boniversum. Über 1.200 begleitete Index-Verbesserungen seit 2021.

Done-for-you

Bonität jetzt von Experten verbessern lassen

Ø −127 Indexpunkte in 4–8 Wochen bei allen vier Auskunfteien — DSGVO-konform, mit Geld-zurück-Garantie, wenn keine Hebel gefunden werden.

Kostenlose Erstanalyse anfragen