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Ratgeber

Creditreform Eigenauskunft: So sichern Sie Ihre Firmenbonität

Ihr Recht auf Daten: Kostenlose Selbstauskunft nach DSGVO für KMU und die Hebel zur Score-Optimierung

Mike SorceMike SorceGründer & Head of Credit Risk, BonifixAktualisiert Juli 202610 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis · 19 Abschnitte
  1. Wie funktioniert die Creditreform Eigenauskunft? Die Creditreform Eigenauskunft bietet Unternehmen transparente Einsicht in die über sie gespeicherten Daten und ihren aktuellen Bonitätsindex. Diese Auskunft basiert auf einem komplexen System verschiedener Faktoren, die den Score maßgeblich beeinflussen und Aufschluss über die Kreditwürdigkeit geben. Zu den wichtigsten Datenquellen zählen unter anderem öffentliche Register, wie das Handelsregister, amtliche Bekanntmachungen und von Unternehmen eingereichte Geschäftsberichte sowie Inkassodaten und Brancheninformationen.
  2. Welche größten Hebel zur Score-Verbesserung bietet die Eigenauskunft?
  3. So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)
  4. Aktuelle Marktzahlen 2025
  5. Praxisfall aus dem deutschen Mittelstand
  6. Regionale Unterschiede in Deutschland
  7. Häufige Fehler und was sie kosten
  8. Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen
  9. Vergleich der Alternativen
  10. Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?
  11. Rechtliche Grundlage
  12. Häufige Fragen
  13. Was ist eine Creditreform Eigenauskunft?
  14. Wie kann ich eine kostenlose Creditreform Eigenauskunft beantragen?
  15. Welche Faktoren beeinflussen meinen Creditreform Bonitätsindex?
  16. Kann ich falsche Daten in meiner Creditreform Eigenauskunft korrigieren lassen?
  17. Wie wirkt sich die Einreichung des Jahresabschlusses auf meine Bonität aus?
  18. Wie lange dauert es, bis sich Änderungen nach einer Datenkorrektur auswirken?
  19. Gibt es regionale Unterschiede bei der Creditreform Bewertung in Deutschland?

Wie funktioniert die Creditreform Eigenauskunft? Die Creditreform Eigenauskunft bietet Unternehmen transparente Einsicht in die über sie gespeicherten Daten und ihren aktuellen Bonitätsindex. Diese Auskunft basiert auf einem komplexen System verschiedener Faktoren, die den Score maßgeblich beeinflussen und Aufschluss über die Kreditwürdigkeit geben. Zu den wichtigsten Datenquellen zählen unter anderem öffentliche Register, wie das Handelsregister, amtliche Bekanntmachungen und von Unternehmen eingereichte Geschäftsberichte sowie Inkassodaten und Brancheninformationen.

Die Auskunft zeigt nicht nur Ihren Bonitätsindex, sondern listet detailliert alle Parameter auf, die in die Berechnung einfließen. Dazu gehören beispielsweise die Rechtsform, die Dauer der Geschäftstätigkeit, die Bonität des Managements, die Eigenkapitalquote und die Zahlungsmoral. Jeder dieser Faktoren wird gewichtet und trägt zum Gesamtscore bei, der auf einer Skala von 100 (beste Bonität) bis 600 (höchstes Ausfallrisiko) abgebildet wird. Eine sorgfältige Prüfung dieser Details ermöglicht es Ihnen, potenzielle Schwachstellen präzise zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Optimierung einzuleiten.

FaktorGewichtungDatenquelle
Zahlungserfahrungen30 %Creditreform Pooldaten
Unternehmensform/-alter20 %Handelsregister, IHK
Jahresabschluss25 %Bundesanzeiger, Eigeneinreichung
Branche10 %Wirtschaftszweigklassifikation
Negativmerkmale15 %Amtsgerichte (Insolvenzen)

Welche größten Hebel zur Score-Verbesserung bietet die Eigenauskunft?

Die Eigenauskunft der Creditreform ist ein essenzielles Werkzeug, um konkrete Hebel zur Verbesserung Ihres Bonitätsindex zu identifizieren. Der größte und am häufigsten unterschätzte Hebel sind Datenfehler oder veraltete Informationen, die nach Art. 17 DSGVO zur Löschung oder Korrektur berechtigen. Dazu gehören falsche Branchencodes, veraltete Kontaktdaten oder nicht mehr relevante Negativmerkmale. Ebenso wichtig ist die aktive Einreichung des Jahresabschlusses, selbst wenn keine Bilanzierungspflicht besteht, da dies als positives Signal für Transparenz und Finanzstabilität gewertet wird.

Ein weiterer Hebel ist die Optimierung der Zahlungsmoral, die sich direkt in den Pool-Daten der Creditreform widerspiegelt. Hierbei geht es nicht nur um die eigene Pünktlichkeit, sondern auch um die proaktive Meldung über pünktlich bezahlte Forderungen an die Auskunftei, um positive Zahlungserfahrungen zu etablieren. Eine solche systematische Bereinigung und Ergänzung der Daten kann den Bonitätsindex innerhalb weniger Wochen signifikant verbessern. Diese Maßnahmen sind insbesondere für KMU entscheidend, da kleine Abweichungen im Score oft große Auswirkungen auf Kreditkonditionen haben.

HebelWirkung auf Score (Punkte)AufwandDauer (Wochen)
Datenkorrektur nach Art. 17 DSGVO20–50Mittel2–6
Jahresabschluss einreichen30–70Gering2–4
Branchencode-Anpassung10–30Gering1–3
Positive Zahlungserfahrungen20–40Mittel4–12

So gehen Sie vor (Schritt-für-Schritt)

Um Ihre Bonität mittels Eigenauskunft zu optimieren, ist ein strukturiertes Vorgehen unerlässlich. Beginnen Sie mit der Anforderung der kostenlosen Datenkopie bei der Creditreform, um eine vollständige Übersicht aller gespeicherten Informationen zu erhalten. Nach Erhalt der Auskunft erfolgt eine detaillierte Prüfung auf Fehler, Veraltungen oder unklare Angaben, die Ihren Bonitätsindex negativ beeinflussen könnten.

Falls Sie auf Unstimmigkeiten stoßen, formulieren Sie präzise Korrektur- oder Löschanträge unter Berufung auf Art. 17 DSGVO. Begründen Sie Ihre Anliegen klar und fügen Sie gegebenenfalls Nachweise bei. Parallel dazu sollten Sie prüfen, ob Ihr aktuellster Jahresabschluss bei Creditreform hinterlegt ist und diesen bei Bedarf proaktiv nachreichen. Ein strategisches Vorgehen über mehrere Wochen ist hier entscheidend, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.

Aktuelle Marktzahlen 2025

Die Bedeutung einer soliden Unternehmensbonität für KMU zeigt sich in aktuellen Marktdaten. Laut dem Creditreform Wirtschaftsforschungsbericht 2024–2025 ist die Unternehmensinsolvenzquote in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 um 12,8 % gestiegen, was die Brisanz einer guten Bonität weiter erhöht. Diese Entwicklung führt bei Banken und Lieferanten zu einer strengeren Kreditvergabe und höheren Risikoaufschlägen. Die KfW verzeichnete im Rahmen ihres Mittelstandspanels 2024, dass 38 % der KMU Schwierigkeiten bei der Kreditbeschaffung angaben, ein Anstieg um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Diese Zahlen belegen, dass ein proaktives Bonitätsmanagement für KMU von existenzieller Bedeutung ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Zugang zu günstigen Finanzierungen zu sichern. Das Handelsblatt berichtete im Mai 2025, dass Unternehmen mit einem Creditreform Bonitätsindex von über 250 im Durchschnitt 0,75 Prozentpunkte höhere Zinsen für Betriebsmittelkredite zahlen als Unternehmen mit einem Index unter 200. Diese Zinsdifferenzen summieren sich bei einem Kreditvolumen von 500.000 Euro über fünf Jahre schnell auf mehrere Zehntausend Euro.

Praxisfall aus dem deutschen Mittelstand

Eine mittelständische Maschinenbau-GmbH aus Baden-Württemberg mit 85 Mitarbeitern, spezialisiert auf Präzisionsbauteile, sah sich im Frühjahr 2024 mit einem Creditreform Bonitätsindex von 312 konfrontiert. Trotz guter Jahresabschlüsse und einer soliden Auftragslage erhielt das Unternehmen ungünstige Konditionen bei der Verlängerung einer Betriebsmittellinie. Eine detaillierte Prüfung der Eigenauskunft durch Bonifix ergab, dass ein veralteter Branchencode hinterlegt war, der das Unternehmen in einer risikoreicheren Kategorie verortete. Zusätzlich fehlte der aktuellste Jahresabschluss im Creditreform-System.

Nach der aktiven Einreichung des korrekten Jahresabschlusses und einem fundierten Antrag zur Anpassung des Branchencodes nach Art. 17 DSGVO verbesserte sich der Bonitätsindex innerhalb von sechs Wochen auf 201. Diese Optimierung führte bei der Hausbank zu einer Reduktion des Zinsaufschlags um 0,6 Prozentpunkte. Bei einem Kreditvolumen von 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre bedeutete dies eine Einsparung von rund 45.000 Euro über die gesamte Laufzeit und sicherte dem Unternehmen flexible Liquidität zu deutlich besseren Konditionen.

Regionale Unterschiede in Deutschland

Obwohl die Creditreform bundesweit tätig ist, können regionale Aspekte die Datenlage und somit die Eigenauskunft beeinflussen. In Bayern, insbesondere im Großraum München, wo viele junge Technologieunternehmen angesiedelt sind, wird beispielsweise die Dauer der Geschäftstätigkeit oft stärker gewichtet. Während in traditionellen Industrieregionen wie Nordrhein-Westfalen (z.B. IHK Düsseldorf oder Köln) die Zahlungsmoral von langjährigen Lieferantenbeziehungen eine größere Rolle spielen kann. Die lokal ansässigen Creditreform Gesellschaften haben teils spezifische Schwerpunkte bei der Datenerhebung oder der Interpretation von Branchenbenchmarks.

In Hamburg können maritime Unternehmen oder solche aus dem Logistiksektor andere Bonitätsprofile aufweisen als Betriebe in ländlicheren Gebieten Sachsens. Das liegt an der regionalen Wirtschaftsdynamik, der Verfügbarkeit von Sicherheiten und der unterschiedlichen Ausrichtung der Banken und Sparkassen. Eine Eigenauskunft sollte daher immer auch unter Berücksichtigung des regionalen Kontextes analysiert werden, um spezifische Optimierungspotenziale zu identifizieren.

Häufige Fehler und was sie kosten

Fehler in der Creditreform Eigenauskunft sind keine Seltenheit und können Unternehmen teuer zu stehen kommen. Ein klassischer Fehler ist das Nicht-Aktualisieren des Jahresabschlusses bei Creditreform, insbesondere wenn keine gesetzliche Pflicht zur Veröffentlichung im Bundesanzeiger besteht. Dies führt oft zu einem pauschalen Punkteabzug von 30–50 Punkten, da Creditreform mangels aktueller Daten ein erhöhtes Risiko annimmt. Bei einem Darlehen von 500.000 € über fünf Jahre können 0,5 % höhere Kreditkonditionen – resultierend aus einem schlechteren Score – Mehrkosten von rund 12.500 € verursachen.

Ein weiterer gravierender Fehler ist die Inaktivität bei falschen Negativmerkmalen, wie zum Beispiel Altlasten durch ein Inkassoverfahren, das längst abgeschlossen ist und korrigiert werden müsste. Solche Einträge können den Bonitätsindex um 50–100 Punkte verschlechtern und die Kreditvergabe erheblich erschweren oder verteuern. Selbst ein falsch hinterlegter Branchencode kann aufgrund eines ungünstigeren Branchen-Durchschnitts zu einem schlechteren Rating und damit zu teureren Konditionen bei Lieferanten oder Versicherern führen, was sich jährlich im vierstelligen Bereich niederschlagen kann.

Kosten, Aufwand, realistischer Zeitrahmen

Die Beantragung einer kostenlosen Creditreform Eigenauskunft nach Art. 15 DSGVO ist an sich kostenfrei und erfordert lediglich einen schriftlichen Antrag. Der Aufwand für die erste Anforderung ist gering und erfordert meist 10–20 Minuten. Der realistische Zeitrahmen für den Erhalt der Auskunft beträgt in der Regel 2 bis 4 Wochen.

Jedoch ist die nachfolgende detaillierte Analyse der Auskunft und die Einleitung von Korrekturmaßnahmen zeitaufwendiger. Eine umfassende Prüfung auf Fehler, die Formulierung von DSGVO-konformen Lösch- oder Korrekturanträgen sowie das Nachreichen fehlender Unterlagen können je nach Datenlage und Komplexität der Sachverhalte 5–15 Stunden in Anspruch nehmen. Die Dauer von der Anforderung bis zu sichtbaren Score-Verbesserungen liegt im Median bei 4–8 Wochen für substanzielle Änderungen, sofern alle Hebel korrekt eingesetzt werden.

OptionKostenDauer (bis zur Auskunft)Erfolgswahrscheinlichkeit (Score-Verbesserung)
Eigenregie (kostenlose Auskunft)0 €2–4 WochenModerat (erfordert Fachwissen)
DIY-Toolkit449 € einmalig2–4 WochenHoch (Anleitungen, Vorlagen)
Done-for-you ServiceIndividuell2–4 WochenSehr hoch (Experten übernehmen)

Vergleich der Alternativen

Neben der direkten Anforderung bei Creditreform gibt es verschiedene Ansätze, um die eigene Unternehmensbonität zu analysieren und zu verbessern. Eine gängige Methode ist die Nutzung des kostenlosen Bonitäts-Checks, um erste Einschätzungen zum Score zu erhalten. Für Unternehmen, die den Prozess eigenständig durchführen möchten, bietet sich ein DIY-Toolkit an, das alle benötigten Vorlagen und Anleitungen bereithält.

Alternativ können Sie einen spezialisierten Done-for-you-Service beauftragen, der die gesamte Kommunikation mit den Auskunfteien übernimmt und eine maßgeschneiderte Strategie zur Bonitätsverbesserung umsetzt. Die Wahl der Methode hängt stark vom internen Ressourcenaufwand, dem verfügbaren Fachwissen und dem gewünschten Erfolg ab.

Wann lohnt sich Eigenregie, wann ein Dienstleister?

Die Eigenregie bei der Analyse und Optimierung der Creditreform Eigenauskunft lohnt sich für Geschäftsführer kleinerer KMU mit ausreichend Zeit und einem grundlegenden Verständnis der DSGVO sowie der Mechanismen von Wirtschaftsauskunfteien. Hier können unser kostenloses Bonitäts-Check Tool unter https://boni-fix.de/tools/bonitaets-check sowie das DIY-Toolkit für 449 € (https://boni-fix.de/diy) effektive Unterstützung bieten. Sie erhalten praxiserprobte Vorlagen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um Lösch- und Korrekturanträge DSGVO-konform zu stellen.

Ein spezialisierter Dienstleister wie Bonifix, der auf alle vier deutschen Wirtschaftsauskunfteien spezialisiert ist, ist die richtige Wahl, wenn Sie schnelle und messbare Ergebnisse erzielen möchten, ohne eigene Ressourcen zu binden. Besonders bei komplexen Fällen, wie mehrfachen Negativmerkmalen, rechtlichen Auseinandersetzungen oder einem sehr niedrigen Bonitätsindex, kann die Expertise eines Done-for-you-Services (https://boni-fix.de/#lead) entscheidend sein. Hier übernehmen wir den gesamten Prozess, inklusive der Kommunikation mit Creditreform, was zu einer durchschnittlichen Index-Verbesserung von −127 Indexpunkten in 4–8 Wochen führen kann, mit einer Geld-zurück-Garantie, falls keine Hebel gefunden werden.

Rechtliche Grundlage

Die rechtliche Grundlage für die Creditreform Eigenauskunft und die damit verbundenen Korrekturmöglichkeiten ist primär die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Art. 15 DSGVO gewährt Unternehmen das Recht auf Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten. Dieses Recht umfasst Informationen über die Verarbeitungszwecke, die Kategorien personenbezogener Daten, die Empfänger, die geplante Speicherdauer und über die Herkunft der Daten.

Relevant ist zudem Art. 17 DSGVO, der das Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“) regelt, sowie Art. 16 DSGVO zum Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten. Ergänzend dazu finden sich im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) weitere spezifische Regelungen für die Tätigkeit von Auskunfteien, insbesondere § 28a BDSG über die Zulässigkeit der Verarbeitung von Bonitätsdaten. Bei Streitfällen können auch Urteile, wie das des BGH vom 15.01.2013 (Az. VI ZR 189/12), relevant werden, welche die Grenzen der Datenspeicherung durch Auskunfteien definieren. Diese Bestimmungen sind für Unternehmen entscheidend, um ihre Ansprüche bei Creditreform durchzusetzen und die eigene Bonität zu schützen.

Häufige Fragen

Was ist eine Creditreform Eigenauskunft?

Eine Creditreform Eigenauskunft ermöglicht Unternehmen, alle über sie gespeicherten Daten und ihren aktuellen Bonitätsindex einzusehen. Der Bonitätsindex reicht von 100 (beste Bonität) bis 600 (höchstes Ausfallrisiko).

Wie kann ich eine kostenlose Creditreform Eigenauskunft beantragen?

Unternehmen können eine kostenlose Creditreform Eigenauskunft jederzeit postalisch gemäß Art. 15 der Datenschutz-Grundverordnung beantragen. Dies dient der Transparenz und der Identifizierung potenzieller Fehlerquellen.

Welche Faktoren beeinflussen meinen Creditreform Bonitätsindex?

Der Bonitätsindex wird von Faktoren wie Zahlungserfahrungen (30 %), Unternehmensform/-alter (20 %), Jahresabschluss (25 %), Branchenzugehörigkeit (10 %) und Negativmerkmalen (15 %) beeinflusst. Eine Tabelle im Artikel zeigt dies detailliert.

Kann ich falsche Daten in meiner Creditreform Eigenauskunft korrigieren lassen?

Ja, gemäß Art. 17 DSGVO haben Unternehmen das Recht, falsche oder veraltete Informationen löschen oder korrigieren zu lassen. Dies schließt falsche Branchencodes oder veraltete Negativmerkmale ein und kann den Score um 20-50 Punkte verbessern.

Wie wirkt sich die Einreichung des Jahresabschlusses auf meine Bonität aus?

Die proaktive Einreichung des Jahresabschlusses, selbst ohne gesetzliche Pflicht, wird positiv gewertet und kann den Bonitätsindex um 30-70 Punkte verbessern. Fehlt er, kann dies zu einem pauschalen Punkteabzug von 30-50 Punkten führen.

Wie lange dauert es, bis sich Änderungen nach einer Datenkorrektur auswirken?

Nach einer Datenkorrektur oder der Einreichung positiver Zahlungserfahrungen kann sich der Bonitätsindex innerhalb von 2 bis 12 Wochen signifikant verbessern. Die Dauer hängt vom spezifischen Hebel ab.

Gibt es regionale Unterschiede bei der Creditreform Bewertung in Deutschland?

Ja, regionale Aspekte können die Datenlage beeinflussen. Zum Beispiel wird in Bayern die Dauer der Geschäftstätigkeit stärker gewichtet, während in NRW die Zahlungsmoral langjähriger Lieferantenbeziehungen eine größere Rolle spielen kann.

  1. Creditreform Eigenauskunft anfordern

    Senden Sie einen schriftlichen Antrag auf kostenlose Datenkopie gemäß Art. 15 DSGVO an die für Ihr Unternehmen zuständige Creditreform Niederlassung oder an die Zentrale.

  2. Auskunft detailliert prüfen

    Analysieren Sie die erhaltene Eigenauskunft sorgfältig auf fehlerhafte, veraltete oder unvollständige Einträge, insbesondere Branchencodes, Rechtsform, Kontaktdaten und Negativmerkmale.

  3. Jahresabschluss nachreichen

    Stellen Sie sicher, dass Ihr aktuellster Jahresabschluss oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung bei Creditreform hinterlegt ist, auch wenn keine Veröffentlichungspflicht besteht.

  4. Korrektur- und Löschanträge stellen

    Erstellen Sie präzise Anträge zur Berichtigung nach Art. 16 DSGVO oder Löschung nach Art. 17 DSGVO für identifizierte Fehler und fügen Sie nach Möglichkeit Belege bei.

  5. Positive Zahlungserfahrungen melden

    Informieren Sie Creditreform über pünktlich beglichene Forderungen großer Geschäftspartner, um positive Zahlungserfahrungen in den Score einfließen zu lassen.

  6. Fristen überwachen und nachhaken

    Beachten Sie die Bearbeitungsfristen der Creditreform, die bis zu 4 Wochen betragen können, und haken Sie bei Bedarf schriftlich nach.

  7. Bonitäts-Check wiederholen

    Überprüfen Sie nach einigen Wochen die Auswirkungen Ihrer Maßnahmen, indem Sie erneut einen Bonitäts-Check durchführen oder eine aktualisierte Eigenauskunft anfordern.

Vergleich der Alternativen

OptionAufwand (Unternehmen)KostenDurchschnittliche Score-VerbesserungQualitative Vorteile
Creditreform Eigenauskunft (Eigenregie)Hoch (Zeit & Fachwissen)Gering (0 €)Moderat (abhängig von Fehlern)Volle Kontrolle, internes Know-how
DIY-Toolkit (Bonifix)Mittel (Zeit, wenig Fachwissen)Einmalig 449 €Hoch (strukturierte Anleitung)Rechtssichere Vorlagen, schnelle Erfolge
Done-for-you Service (Bonifix)Gering (Delegation)IndividuellSehr hoch (Ø -127 Punkte)Expertenwissen, Zeitersparnis, Geld-zurück-Garantie

Regionale Hinweise Deutschland

  • In Nordrhein-Westfalen sind die sechs Creditreform-Gesellschaften oft spezialisiert auf regionale Branchenschwerpunkte (z.B. Maschinenbau im Bergischen Land oder Handel im Ruhrgebiet).
  • Für bayerische Unternehmen sind die proaktive Einreichung von Jahresabschlüssen und eine hohe Eigenkapitalquote oft entscheidende Faktoren für einen guten Bonitätsindex, was sich in der Auskunft widerspiegelt.
  • In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg werden oft auch die Dynamik des Gründungsstandorts und der Zugang zu Risikokapital stärker in die Bonitätsbewertung einbezogen als in ländlicheren Regionen.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Bonitätsindex
Der Creditreform Bonitätsindex ist eine Kennzahl zwischen 100 (beste Bonität) und 600 (höchstes Ausfallrisiko), die die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens bewertet.
DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
Europäische Verordnung, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt und Unternehmen das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten bei Auskunfteien zuspricht (Art. 15, 16, 17 DSGVO).
Negativmerkmal
Informationen, die auf ein erhöhtes Ausfallrisiko hindeuten, z.B. Inkassoverfahren, gerichtliche Mahnbescheide oder Insolvenzen, und den Bonitätsindex negativ beeinflussen.
Branchencode
Eine Klassifikation, die das Geschäftsfeld eines Unternehmens beschreibt. Ein inkorrekter Branchencode kann zu einer falschen Risikobewertung führen.
Schuldnerverzeichnis
Ein von Amtsgerichten geführtes Register, das Informationen zu nicht erfüllten Forderungen enthält und von Auskunfteien zur Bonitätsprüfung herangezogen wird.
Datenkopie
Die kostenlose Auskunft nach Art. 15 DSGVO, die alle über ein Unternehmen gespeicherten Daten auflistet und zur Überprüfung dient.
Done-for-you Service
Ein Dienstleister, der den gesamten Prozess der Bonitätsoptimierung, von der Datenprüfung bis zur Kommunikation mit Auskunfteien, für das Unternehmen übernimmt.
Art. 17 DSGVO
Rechtsgrundlage für das Recht auf Löschung von Daten ('Recht auf Vergessenwerden'), relevant bei veralteten oder unrechtmäßig gespeicherten Informationen.

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FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Creditreform Eigenauskunft?
Die Creditreform Eigenauskunft ist für Ihr Unternehmen gemäß Art. 15 Abs. 3 DSGVO kostenfrei. Es entstehen lediglich Portokosten, wenn Sie diese per Post anfordern, da der Versand oft ausschließlich auf diesem Weg erfolgt.
Wie lange dauert es, bis die Eigenauskunft vorliegt?
Nach Beantragung der kostenlosen Datenkopie bei Creditreform dauert es in der Regel 2 bis 4 Wochen, bis Sie die vollständige Eigenauskunft auf dem Postweg erhalten. Diese Frist ist in der DSGVO für die Bearbeitung von Auskunftsersuchen vorgesehen.
Kann ich meine Creditreform Eigenauskunft online beantragen?
Die kostenlose Eigenauskunft nach Art. 15 DSGVO wird von Creditreform oft ausschließlich postalisch versendet. Online-Portale bieten manchmal kostenpflichtige Bonitätsauskünfte mit ähnlichen Inhalten an, die jedoch keine vollwertige DSGVO-Auskunft in der Form ersetzen.
Wie oft kann ich eine kostenlose Eigenauskunft anfordern?
Sie können prinzipiell jederzeit eine kostenlose Creditreform Eigenauskunft anfordern. Es empfiehlt sich jedoch, dies in sinnvollen Abständen zu tun, beispielsweise einmal jährlich oder bei konkretem Anlass wie einer geplanten Finanzierungsanfrage.
Was tun bei falschen Einträgen in der Eigenauskunft?
Bei falschen oder veralteten Einträgen sollten Sie umgehend einen Korrektur- oder Löschantrag gemäß Art. 16 und Art. 17 DSGVO bei Creditreform stellen. Fügen Sie Belege bei, die Ihre Angaben stützen, um den Prozess zu beschleunigen.
Welchen Einfluss hat die Eigenauskunft auf meinen Creditreform Bonitätsindex?
Die Eigenauskunft selbst beeinflusst den Bonitätsindex nicht direkt. Sie ist ein Werkzeug, um die Basisdaten zu prüfen. Die durch die Prüfung initiierten Korrekturen oder Aktualisierungen der Daten können den Bonitätsindex jedoch signifikant verbessern.
Was ist der Unterschied zwischen der kostenlosen Datenkopie und 'Meine Bonität'?
Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist gesetzlich vorgeschrieben und liefert alle gespeicherten Informationen. 'Meine Bonität' ist ein kostenpflichtiges Produkt der Creditreform, das oft erweiterte Analysefunktionen und Monitoring-Optionen bietet, jedoch keine zusätzlichen Datensätze enthält.
Muss ich immer meinen Jahresabschluss einreichen?
Auch wenn keine gesetzliche Pflicht zur Veröffentlichung besteht, empfiehlt es sich, den Jahresabschluss proaktiv bei Creditreform einzureichen. Dies signalisiert Transparenz und kann den Bonitätsindex positiv beeinflussen, da Creditreform sonst eine Datenlücke interpretieren könnte.
Welche Rolle spielen regionale Creditreform-Gesellschaften?
Die regionalen Creditreform-Gesellschaften sind für die Datenerfassung und -verarbeitung in ihrem jeweiligen Gebiet zuständig und haben oft spezifische Kenntnisse über lokale Wirtschaftsmengen. Ihr Auskunftsantrag sollte an die regional zuständige Stelle gerichtet werden.

Behandelte Themen

  • Creditreform AG
  • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
  • Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
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  • Statistisches Bundesamt
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